In der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Frankfurt kommt die Versorgung von Schlaganfällen eine besondere Bedeutung zu, denn Schlaganfälle sind deutschland- und weltweit die zweithäufigste Todesursache sowie eine Hauptursache für Behinderung im Erwachsenenalter.
Schlaganfall sind plötzlich auftretende, gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns mit folgender Schädigung des Hirngewebes. Der Schlaganfall unterscheidet sich in eine mangelnde Durchblutung eines Hirnareals durch verminderte Blutzufuhr (ischämischer Schlaganfall, ca. 80%) und eine Einblutung in ein Hirnareal oder in den Subarachnoidalraum (ca. 10-12 % bzw. 3 %).
Das Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie (ZNN) ist mit rund 1.300 Schlaganfallpatientinnen und -patienten pro Jahr einer der größten Akutversorger im Rhein-Main-Gebiet. Das ZNN ist koordinierendes Zentrum des Interdisziplinären Neurovaskulären Netzwerks Rhein-Main (INVN). Dies ist ein Verbund von Kliniken zur interdisziplinären Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall. Ein wesentlicher Fortschritt in diesem Bereich war in den letzten Jahren die Etablierung der „Thrombektomie“. Hierbei wird das Blutgerinnsel, welches eine Schlagader im Gehirn verschließt, mittels eines Katheters entfernt. Das Universitätsklinikum Frankfurt gehört zu den größten Thrombektomiezentren in Hessen. Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Durchführung der Thrombektomie und waren bereits an den Zulassungsstudien beteiligt.