Rahmen geben, Pflege gestalten

Das neue Rahmenkonzept Pflege stärkt das professionelle Selbstverständnis und gibt Orientierung für die tägliche Arbeit an der Universitätsmedizin Frankfurt

Pflege bedeutet weit mehr, als Menschen medizinisch zu versorgen. Sie bedeutet, zuzuhören, wahrzunehmen, zu begleiten – und Verantwortung zu übernehmen. Tag für Tag kümmern sich Pflegefachpersonen an der Universitätsmedizin Frankfurt um Patientinnen und Patienten mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Ob auf den Stationen, in Ambulanzen, im OP, in der Anästhesie oder in den Funktionsbereichen: Ihre Arbeit ist zentral für die Qualität der Versorgung. Mit dem neuen Rahmenkonzept Pflege liegt nun erstmals ein Leitdokument vor, das das professionelle Selbstverständnis der Pflege an der Universitätsmedizin Frankfurt beschreibt – und ihr Handeln in einem gemeinsamen Werte- und Qualitätsrahmen verankert.

„Das Rahmenkonzept zeigt die Basis der professionellen und modernen Pflege auf und beschreibt die Rolle der Pflege in der interprofessionellen Zusammenarbeit“, sagt Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin des UKF. 

Es dient Pflegenden als fachliche und ethische Orientierung – unabhängig davon, in welchem Bereich sie tätig sind. Zugleich bildet es die Grundlage für weiterführende Konzepte, Prozesse und Handlungsempfehlungen, die im Qualitätsmanagementsystem der Universitätsmedizin Frankfurt verankert sind.

 

Im Mittelpunkt: der Mensch

Pflege an der Universitätsmedizin Frankfurt stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Das neue Rahmenkonzept betont: Die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten gehen über die akute Krankheitssituation hinaus. Sie erfordern Zuwendung, Empathie und den Blick auf das Ganze – auf Körper, Geist und soziale Lebensumstände. Pflegefachpersonen handeln dabei unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Herkunft oder sozialem Status. Ihr Ziel ist es, die individuelle Situation zu verstehen, Ressourcen zu fördern und Heilungsprozesse zu unterstützen.

Im Kern orientiert sich das Konzept an den vier Verantwortungsbereichen des Ethikkodex des International Council of Nurses (ICN):
Gesundheit fördern, Krankheiten verhüten, Gesundheit wiederherstellen sowie Leiden lindern und ein würdevolles Sterben ermöglichen. Diese Grundsätze, die seit dem 19. Jahrhundert das Fundament pflegerischen Handelns bilden, werden im Frankfurter Konzept neu interpretiert – als Auftrag, die Pflege in einer zunehmend komplexen und vielfältigen Versorgungslandschaft aktiv mitzugestalten.

 

Professionell, modern, reflektiert

Pflegefachpersonen am UKF handeln eigenverantwortlich, evidenzbasiert und stets am neuesten Stand der Wissenschaft. „Professionelle Pflege bedeutet, auf Basis fundierter Expertise Entscheidungen zu treffen – immer im Sinne der Patientensicherheit und Versorgungsqualität“, so Birgit Roelfsema. 

Spezialisierungen und Fachweiterbildungen ermöglichen es, Patientinnen und Patienten mit komplexen Krankheitsbildern, schweren Verläufen oder seltenen Erkrankungen kompetent zu betreuen.

Moderne Pflege bedeutet zugleich, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen. Das Rahmenkonzept knüpft dabei direkt an den Leitsatz der Universitätsmedizin Frankfurt an: „Aus Wissen wird Gesundheit“. Pflegefachpersonen bilden sich kontinuierlich fort, beteiligen sich an Forschungsprojekten und tragen so aktiv zur Weiterentwicklung der Pflege und Medizin bei. Auch kulturelle Vielfalt wird als Stärke verstanden: Multikulturelle Teams gelten am UKF als Quelle für Wissen, Werte und Innovation – und als Spiegel einer diversen Gesellschaft.

 

Kompetenzen gezielt einsetzen: der Skill- und Grademix

Pflege am UKF ist Teamarbeit – und sie profitiert von Vielfalt. Um die unterschiedlichen Kompetenzen der Pflegefachpersonen optimal zu nutzen, setzt das Rahmenkonzept auf einen klar strukturierten Skill- und Grademix. „Skill“ steht dabei für individuelle Fähigkeiten und praktische Erfahrung, „Grade“ für formale Qualifikationen und Abschlüsse.

In der Praxis bedeutet das: Pflegeteams bestehen aus Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen und Spezialisierungen – von Pflegefachpersonen mit Zusatzqualifikationen über akademisch ausgebildete Pflegeexpertinnen und -experten bis hin zu Auszubildenden und Assistenzkräften. Alle tragen Verantwortung für eine hochwertige Patientenversorgung, die Umsetzung evidenzbasierter Pflege und die Weitergabe von Wissen.

Dieser Ansatz stärkt nicht nur die Qualität der Versorgung, sondern schafft auch klare Entwicklungs- und Karriereperspektiven innerhalb der Pflege. Die unterschiedlichen Rollen greifen ineinander – als abgestimmtes System, das Fachwissen, Erfahrung und Nachwuchsförderung verbindet.

 

Ein gemeinsames Fundament

Das neue Rahmenkonzept ist das Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses. Pflegefachpersonen aus allen Bereichen der Universitätsmedizin Frankfurt haben daran mitgearbeitet, diskutiert, ergänzt und Schwerpunkte gesetzt. Das Ergebnis ist ein Fundament, das die Vielfalt der Pflege am UKF abbildet und zugleich ein gemeinsames Verständnis fördert.

„Pflege ist dynamisch – sie verändert sich mit den Menschen, mit der Medizin, mit der Gesellschaft“, betont Birgit Roelfsema. „Deshalb ist es wichtig, dass wir diesen Rahmen im Alltag anwenden und weiterentwickeln. So bleibt Pflege lebendig und zukunftsorientiert.“

Das Rahmenkonzept Pflege bietet dafür die Richtung: Es beschreibt, wie Pflege an der Universitätsmedizin Frankfurt verstanden, gelebt und weitergedacht wird – professionell, modern und immer mit dem Menschen im Mittelpunkt.

 

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