Kurze Wege, große Wirkung
Mit dem neuen Erweiterungsbau 23DEF wächst auf dem Campus der Universitätsmedizin Frankfurt zusammen, was in der täglichen Versorgung bereits eng kooperiert. Der Neubau vereint zentrale medizinische Fachbereiche unter einem Dach und schafft die räumliche Nähe, die moderne Versorgung braucht. Bereiche, die bislang über mehrere Gebäude verteilt waren, rücken nun enger zusammen. Kurze Wege und koordinierte Abläufe erleichtern die Zusammenarbeit und verbessern die Versorgung.
Im Zentrum des Gebäudes liegen Kliniken wie die Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie, das Herzzentrum, die Intensivmedizin, die HNO und die Stammzelltransplantation der Hämato-Onkologie. Besonders sichtbar wird das neue Miteinander dort, wo vorher Fachgrenzen spürbar waren: Wenn heute ein Patient mit Schlaganfall in der Notaufnahme ankommt, können Neurologie und Kardiologie direkt gemeinsam handeln. Diagnostik, Bildgebung und Therapie erfolgen miteinander – zum Vorteil der Patientinnen und Patienten. Schon jetzt zeigt sich: Der Neubau verändert die Arbeit erkennbar. Das Herz- und Gefäßzentrum, die HNO-Klinik, die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, die Ambulanzen von Thoraxchirurgie und Orthopädie, die Nuklearmedizin, die Infektiologie und die Stammzelltransplantation sind bereits vor einigen Monaten eingezogen. „Erste Erfahrungen zeigen, dass die Patientenversorgung auf den Stationen optimiert werden konnte“, sagt Pflegedirektorin Birgit Roelfsema. „Kürzere Wege ermöglichen einen intensiveren interdisziplinären Austausch, technologische Innovationen unterstützen Prozesse, und eine freundliche Arbeitsumgebung erleichtert den Alltag. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das nicht nur mehr Komfort, sondern auch mehr Sicherheit und eine höhere Versorgungsqualität – bis hin zu besseren Heilungschancen.“
Logistik neu gedacht
Besonders deutlich werden die Vorteile im Zentrum der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie. Das bisherige Gebäude lag am westlichen Campusrand. Nun arbeiten die Teams der neurologischen und kardiologischen Disziplinen auf einer interdisziplinären Intensivstation im Zentralbau eng zusammen – ein Gewinn für die Versorgung der Akutpatientinnen und -patienten, beispielsweise bei einem Schlaganfall. Außerdem bedeutet der Zusammenschluss eine enorme Entlastung für die Logistik: Eine moderne Rohrpostanlage verbindet alle Ebenen des Gebäudes und ermöglicht den schnellen Transport von Laborproben und Unterlagen. Gleichzeitig sorgen klar definierte Logistikachsen und neu strukturierte Materialflüsse dafür, dass Versorgungsgüter, Geräte und Medikamente effizient dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Auch weite Patiententransporte zwischen den Bereichen entfallen. „Indem wir Versorgung und Materialflüsse konsequent bündeln, profitieren Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen“, erklärt Markus Jones, Kaufmännischer Direktor an der Universitätsmedizin Frankfurt. „Natürlich mussten viele Prozesse neu gedacht und gestaltet werden. Aber moderne Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter und wir sehen es als Universitätsmedizin als unsere Pflicht, hier Schritt zu halten. Dieser Bauabschnitt ist deshalb ein Meilenstein, aber sicherlich nicht der letzte.“
Moderne Räume für moderne Medizin
„Mit dem Einzug des Zentrums der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie erschließen sich uns dank vorausschauender Planung, intensiver Zusammenarbeit und großem Engagement der Beteiligten neue Möglichkeiten“, sagt Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt. „In diesem Neubau steht uns medizinische Infrastruktur auf der Höhe der Zeit zur Verfügung. Wir danken dem Land Hessen für die Finanzierung und dem LBIH – dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen – für die Realisierung. Die jetzt abgeschlossenen Umzüge stellten ebenfalls eine besondere Herausforderung dar, die nur durch die enge Zusammenarbeit mit dem Land und mit vielen interprofessionellen Teams möglich war. Bei uns im Haus gilt ein besonderer Dank dem Projektteam, das alle Fäden zusammengehalten hat. Der Aufwand hat sich gelohnt: Wir rücken fachlich und räumlich enger zusammen und stärken dadurch die Patientenversorgung, Forschung und Lehre. Hierdurch können wir sowohl für die Spitzenmedizin und Interdisziplinarität als auch in der Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin eine noch bessere Versorgungsleistung anbieten.“