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Wie geht man mit einer bipolaren Störung in der modernen Arbeitswelt um? Das ist Thema der Tagung zum 20-jährigen Jubiläum der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen in Frankfurt. Neben Fachleuten sprechen auch Betroffene über ihre persönlichen Erfahrungen.
Einladung: Alle Veranstaltungen der Tagung sind auch für Journalisten offen – weitere Informationen finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung.
Frankfurt in den 40er Jahren: Karl Leonhard und Edda Neele prägen gemeinsam mit ihrem Mentor Karl Kleist erstmalig den Begriff der bipolaren Störung für Patienten, die abwechselnd Phasen von Depression und Manie erleben. Zum ihrem 20-jährigen Jubiläum kehrt die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) zurück in die „Geburtsstadt“ der Erkrankung: Vom 10. bis 12. Oktober 2019 diskutieren Fachleute, Betroffene und Angehörige auf der Jahrestagung der DGBS schwerpunktmäßig darüber, wie Betroffene mit bipolarer Störung in der modernen Arbeitswelt unterstützt werden können. Sie werfen aber auch einen Blick zurück in die Geschichte der Krankheit und ihrer Behandlung und betrachten intensiv Therapieoptionen von morgen. Gastgeber sind Prof. Andreas Reif, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Frankfurt, und Prof. Martin Schäfer, 1. Vorsitzender der DGBS.
Schwierige Integration ins Arbeitsleben
Gerade bei der bipolaren Störung, bei der schwere Krankheitsphasen, kraft-strotzende Gesundheit und großes Talent oft eng zusammenliegen, ergeben sich für das Arbeitsleben der Betroffenen zahlreiche Fragen. So geht es im ersten Symposium der Tagung unter anderem darum, wie man Menschen mit bipolarer Störung am besten in ein Arbeitsumfeld integrieren kann. Beispielsweise folgt der sogenannte „Supported Employment“-Ansatz dem Grundsatz „erst platzieren, dann qualifizieren“. Haben Betroffene erst einmal eine Arbeitsstelle, dann können sie bedürfnisgerecht und individueller in ihrem Arbeitsalltag unterstützt werden. Gleichzeitig können Stressfaktoren aus der täglichen Arbeit Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit haben. Auch hierüber wird gesprochen.
Stabilität essen? Betroffene berichtet
Am Samstag sprechen Fachleute und Betroffene unter dem Titel „Stabilität kann man essen?!“ gemeinsam darüber, ob und wie eine ketogene – also kohlenhydratarme, aber fettreiche – Ernährung die Krankheitssymptome verbessern kann.
Zum Abschluss der Tagung führt der Vorsitzende der Deutschen Depressionshilfe, Prof. Ulrich Hegerl, durch verschiedene aktuelle Diskussionspunkte zu Depression und Arbeit: Welche Auswirkungen hat die Depression auf das Arbeitsleben? Welche Einflüsse hat umgekehrt der Arbeitsalltag auf die Krankheit?
Die Tagung wird außerdem von einem vielseitigen Rahmenprogramm begleitet.
Das vollständige Programm finden Sie unter folgendem Link:
Alle Veranstaltungen der Tagung stehen Journalisten grundsätzlich offen. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail an: a.caka@dgbs.de
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