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Liebe Angehörige,

wenn ein Mensch schwer erkrankt, ist das auch für seine Angehörigen eine belastende Situation. Auf einer Intensivstation kommen zusätzlich viele ungewohnte Eindrücke hinzu: Monitore, Geräte, Schläuche. Außerdem können medizinische Maßnahmen zunächst verunsichern. Wir möchten Ihnen mit diesen Informationen helfen, die Umgebung und die Behandlung Ihres Angehörigen besser zu verstehen.

Wir wissen, dass diese Zeit für Sie nicht einfach ist, und möchten Sie und Ihre/n Angehörige/n bestmöglich begleiten.

Warum sind so viele Geräte notwendig?

Auf unseren Intensivstationen werden schwer erkrankte Menschen rund um die Uhr überwacht und behandelt. Die verschiedenen Geräte und Leitungen unterstützen die Behandlung und ermöglichen unserem Team, wichtige Veränderungen sofort zu erkennen und entsprechend zu handeln. Auch wenn die Vielzahl der Schläuche und Anschlüsse zunächst erschreckend wirken kann, sind sie für die medizinische Versorgung unverzichtbar.

Wenn Ihr/e Angehörige/r beatmet wird

Eine künstliche Beatmung kann notwendig sein oder werden, wenn ein/e Patient/in nicht ausreichend selbstständig atmen kann. Die Atmung wird dann durch ein Beatmungsgerät unterstützt. Die Luft bzw. der Sauerstoff gelangt über einen Beatmungsschlauch oder eine Maske in die Atemwege. Bei einem Beatmungsschlauch ist das Sprechen nicht möglich. Dies kann für Angehörige ungewohnt sein. Nach Entfernung des Schlauches kann der/die Patient/in wieder sprechen. Die Stimme kann anfangs noch schwach und/oder heiser sein.

Schmerzen und Unruhe

Viele Untersuchungen und Behandlungen auf der Intensivstation können unangenehm oder belastend sein. Deshalb achten wir besonders darauf, Schmerzen und Angst möglichst zu vermeiden. Je nach Situation werden dafür geeignete Schmerz- und Beruhigungsmittel eingesetzt.

Wir begleiten Sie und Ihre Angehörigen

Die Betreuung erfolgt durch erfahrene Teams bestehend aus Pflegefachkräften, dem ärztlichen Dienst sowie Physiotherapeuten/innen und weitere Berufsgruppen. Wir arbeiten eng zusammen und stimmen die Behandlung individuell auf die Bedürfnisse Ihrer/s Angehörigen ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben, etwas nicht verstehen oder sich Sorgen machen. Sowohl unsere Pflegekräfte als auch der ärztliche Dienst arbeiten im Schichtdienst, sodass es vorkommen kann, dass Sie bei Ihren Besuchen nicht immer die gleichen Ansprechpersonen antreffen. Keine Sorge, zu jederzeit ist festgelegt wer die zuständige Pflegekraft bzw. Arzt/Ärztin ist. 

Ihre Nähe kann helfen

Ihre Anwesenheit kann für Ihre/n Angehörige/n während des Aufenthalts auf der Intensivstation eine wertvolle Unterstützung sein. Sie sind bei uns herzlich willkommen!
Auch wenn Ihr/e Angehörige/r schläft oder nur wenig reagiert, können Sie ihm Ihre Nähe zeigen. Halten Sie die Hand, berühren oder streicheln Sie sie/ihn vorsichtig und sprechen Sie ruhig mit ihr/ihm. Erzählen Sie von vertrauten Menschen, schönen Erlebnissen oder ganz alltäglichen Dingen.
Ihre vertraute Stimme und Ihre Nähe können Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Nehmen Sie sich Zeit für diese gemeinsamen Momente – auch kleine Gesten können in dieser schwierigen Zeit von großer Bedeutung sein.

Besuchszeiten

High Care StationenLow Care Stationen
C115:30-18:30C115:30-18:30
E2A15:00-17:00F2A/B16:00-18:00
E2B15:00-17:00E0B15:00-19:00

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es während Ihres Besuchs gelegentlich zu Wartezeiten kommen kann. Auf einer Intensivstation können jederzeit Untersuchungen, Behandlungen oder Notfälle auftreten, die unsere unmittelbare Aufmerksamkeit erfordern.

Zwischen 07:00 und 14:15 Uhr finden die täglichen Visiten und weitere wichtige Behandlungsabläufe statt. In dieser Zeit sind Besuche und ausführliche Gespräche mit dem ärztlichen Team daher grundsätzlich nur in Ausnahmefällen möglich.

Wenn Sie Ihre/n Angehörige/n außerhalb der regulären Besuchszeiten besuchen möchten oder ein ärztliches Gespräch wünschen, sprechen Sie dies bitte vorher mit dem entsprechenden Team ab. So können wir gemeinsam einen passenden Zeitpunkt finden.

Wichtige Hinweise für Ihren Besuch

Damit die Behandlung und Erholung aller Patienten/innen möglichst ungestört erfolgen können, bitten wir Sie, folgende Punkte zu beachten:

  • Besuch am Krankenbett:
    Bitte kommen Sie nur zu zweit gleichzeitig ans Bett. So bleibt es für Ihre/n Angehörige/n und die Mitpatienten/innen ruhig und angenehm.

  • Wartezeiten:
    Der Ablauf auf einer Intensivstation lässt sich nicht immer planen. Untersuchungen, Behandlungen oder Notfälle können jederzeit Vorrang haben. Dadurch kann es zu Wartezeiten kommen oder ein Besuch muss unter Umständen früher beendet werden. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis.

  • Händehygiene:
    Zum Schutz Ihres/r Angehörige/n und aller anderen Patienten/innen ist eine sorgfältige Händedesinfektion besonders wichtig. Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände beim Betreten und Verlassen des Zimmers.

  • Vertraute Dinge:
    Persönliche Gegenstände können Ihrer/m Angehörigen dabei helfen, sich trotz der ungewohnten Umgebung wohlzufühlen und Orientierung zu behalten. Gerne können Sie beispielsweise eine Brille, Hörgeräte, Zahnprothesen oder vertraute Fotos mitbringen. Da auf der Intensivstation meist nur wenige persönliche Dinge benötigt werden, sprechen Sie weitere Gegenstände bitte vorher immer mit dem Pflegepersonal ab.
    Bitte bringen Sie keine wertvollen oder unersetzlichen Gegenstände mit. Während des Aufenthalts kann Ihr/e Angehörige/r diese nicht selbst sicher aufbewahren.

  • Besuch mit Kindern:
    Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können die Intensivstationen nach vorheriger Absprache mit unseren Teams besuchen. Gemeinsam entscheiden wir, was in der jeweiligen Situation für das Kind, Ihre/n Angehörige/n und die Mitpatienten/innen gut geeignet ist. Beachten Sie auch, dass die Keimbelastung für sehr kleine Kinder und Säuglinge extrem hoch ist.

Informationen zum Gesundheitszustand

Wir haben Verständnis dafür, dass Sie sich um Ihre/n Angehörige/n sorgen und über seinen aktuellen Gesundheitszustand informiert sein möchten.
Um die Privatsphäre unserer Patienten/innen zu schützen und eine verlässliche Kommunikation zu gewährleisten, werden telefonische Auskünfte ausschließlich durch den behandelnden ärztlichen Dienst an eine zuvor festgelegte und dem Stationsteam bekannte Kontaktperson gegeben.
Bitte bestimmen Sie innerhalb der Familie bzw. des persönlichen Umfelds eine feste Ansprechperson. Diese kann die erhaltenen Informationen anschließend an die übrigen Angehörigen und nahestehenden Personen weitergeben.
Da die Abläufe auf einer Intensivstation sehr zeitintensiv sind, bitten wir darum, telefonische Anfragen auf kurze Informationen zum aktuellen Zustand zu beschränken. Ausführlichere Gespräche können nach Möglichkeit persönlich und zu einem geeigneten Zeitpunkt geführt werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.