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Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wurde im März 2020 als Reaktion der Universitätsmedizin auf die COVID-19 Pandemie durch u.a. die Charité Universitätsmedizin ins Leben gerufen und hat sich in 13 Teilprojekten einer schnellen Reaktion der universitätsmedizinischen Wissenschaft auf die Pandemie und Umsetzung der Erkenntnisse in die Praxis verschrieben. Das Teilprojekt egePan Unimed, geleitet durch die Universitätsklinika in Frankfurt und Dresden, präsentiert jetzt die Ergebnisse seiner Forschungen.
Das Teilprojekt Entwicklung, Testung und Implementierung von regional adaptiven Versorgungsstrukturen und Prozessen für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement koordiniert durch die Universitätsmedizin (egePan Unimed) wurde durch das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Leitung Prof. Dr. Jochen Schmitt, und das Universitätsklinikum Frankfurt, Leitung Dr. Michael von Wagner, geführt, weiterhin waren 24 Universitätsklinika aus Deutschland beteiligt. Das Projekt wurde im Rahmen des NUM vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 8.939.708 Euro gefördert.
egePan Unimed hat das Ziel verfolgt, Versorgungsstrukturen für ein Pandemiemanagement entlang eines prototypischen Versorgungspfads der Universitätsmedizin zu entwickeln. Hierbei wurde ein Prozess zur schrittweisen Erforschung der Strukturen und Maßnahmen umgesetzt, um daraus evidenzgeleitete Handlungsempfehlungen für das Pandemiemanagement abzuleiten.
Im Zentrum steht der Gedanke einer „Pandemic Preparedness“ mit einer durch die Universitätsmedizin vorgehaltenen Struktur, die regional adaptierbare evidenzgeleitete Versorgungsstrukturen verinnerlicht.
Termin Symposium
Am 27. September 2022 (14:00 bis 19:00 Uhr) stellt das Projekt seine Ergebnisse aus eineinhalb Jahren intensiver Forschung und Netzwerkbildung in den Räumlichkeiten der Kaiserin Friedrich-Stiftung in Berlin sowohl einem Fachpublikum als auch der interessierten Öffentlichkeit vor.
Das Symposium findet als hybrides Format statt. Eine Teilnahme vor Ort ist nur nach Voranmeldung bei Herrn Lorenz Harst (Projektkoordination, lorenz.harst@ukdd.de) möglich. Eine Online-Teilnahme ist auch über Zoom möglich. Wir bitten auch hier um Anmeldung:
https://us06web.zoom.us/j/83460241555?pwd=UGNHWC94R1lDSkpNZ2VDMGkyUTVXZz09
Daten für die Pandemiesteuerung
Im Abschlusssymposium werden die beiden Hauptergebnisse und die in den einzelnen Arbeitsergebnissen erarbeiteten Teilergebnisse vorgestellt. Die Spannbreite der Arbeitsschwerpunkte für ein prototypisches Pandemiemanagement umfasste dabei das Feld der Datenerschließung für die Pandemiesteuerung, über die stationäre und ambulante Versorgung und deren Zusammenspiel, die Entwicklung von validen Vorhersagemodellen zur Versorgungssteuerung, das Ressourcenmanagement im Krankenhaus von der akutmedizinischen Versorgung über telemedizinische Anbindungsansätze bis zum App-basierten Home-Monitoring. Weiterhin wurden Themen der Risikostratifizierung der COVID-19-Patientinnen und -Patienten, die durch einen schweren Verlauf mit intensivmedizinischer Behandlung konfrontiert waren, ohne dass gesicherte Prognosen für das Auftreten solcher schweren Verläufe vorgelegen hätten. Auch ethische Aspekte zur Entscheidungsfindung einer Versorgung unter Pandemiebedingungen wurden beleuchtet und Strukturen eines Qualitäts- und Risikomanagements erarbeitet.
Praktischer Nutzen in der Pandemiebewältigung
„Die Pandemie hat es notwendig gemacht, dass innerhalb des Gesundheitssystems und insbesondere zwischen den Kliniken ein neues Maß an Koordination und Kooperation realisiert wurde. Grundlage dafür war eine strukturierte Datenerfassung, Auswertung und die Entwicklung von Prognosemodellen. Für diese und weitere relevante Felder hat egePan Unimed wichtige Beiträge geleistet, die über die aktuelle Pandemie hinaus Bedeutung haben“, erklärt Prof. Jürgen Graf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Frankfurt. „In Hessen haben wir mit dem Planungsstab Stationäre Versorgung des Hessischen Sozialministeriums eine sehr funktionale Struktur für die Koordination der Kliniken geschaffen. Hier sind die Prognosemodelle von egePan Unimed eingeflossen und hatten damit einen ganz praktischen Nutzen in der Pandemiebewältigung – als ein konkretes Beispiel.“
„Wir freuen uns sehr, mit unserer Expertise und den gesammelten Erfahrungen aus über zwei Jahren Pandemie an einem weiteren wichtigen Projekt mitarbeiten zu können, das wichtige Lehren aus der Corona-Pandemie zum Wohle der Patientenversorgung und des Gesundheitssystems zieht“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden. „In den vergangenen Jahren haben wir als Hochschulmedizin Dresden wesentliche Instrumente des Pandemiemanagements entwickelt und etablieren können und waren in vielerlei Hinsicht Vorreiter. Hier ist und war es uns immer ein besonderes Anliegen, voneinander zu lernen und vorliegende Daten zu nutzen. Unser Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) ist hier mit seiner Expertise ein wichtiger Partner.“
Die detaillierten Projektergebnisse von egePan Unimed finden Sie im Anhang.
Für weitere Informationen:
Timm Weber M.A.
Programmmanager Digitales Universitätsklinikum Frankfurt
Task Force Manager Nationales Forschungsnetzwerk Universitätsmedizin
Stabsstelle Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung
Universitätsklinikum Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 80 78 3
E-Mail: timm.weber@unimedizin-ffm.de
Internet: www.kgu.de
Lorenz Harst M.A.
Task Force Manager Nationales Forschungsnetzwerk Universitätsmedizin
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der
Technischen Universität Dresden
Telefon: +49 351 31 77 22 3
E-Mail: lorenz.harst@tu-dresden.de
Internet: www.tu-dresden.de
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