University Center for Digital Healthcare (UCDHC)

Zusammengefasst

Zentrum für digitale Gesundheitsversorgung an der Universitätsmedizin Frankfurt.

Über das UCDHC

Das University Center for Digital Healthcare (UCDHC) ist das Zentrum für digitale Gesundheitsversorgung an der Universitätsmedizin Frankfurt. Es verfolgt das Ziel, das Potenzial der digitalen Technologien bestmöglich zu nutzen – für eine vernetzte, sichere und menschzentrierte Gesundheitsversorgung.
Im Sinne von Connected Healthcare4 steht das UCDHC für vernetztes Arbeiten, interdisziplinäres Handeln und die gemeinsame Gestaltung der digitalen Zukunft im Gesundheitswesen.

 

Diese Einrichtungen bilden die tragenden Säulen des Zentrums:

Stabsstelle Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung (ID)

Die Stabsstelle für Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung (Stabsstelle ID) ist direkt dem Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Frankfurt unterstellt und wird durch den Chief Medical Information Officer (CMIO) geleitet.

Auftrag und Rolle

Die Stabsstelle ID begleitet und steuert die Entwicklung medizinischer Informationssysteme aus der Perspektive der medizinischen Leistungserbringung. Gemeinsam mit den Fachabteilungen der Universitätsmedizin Frankfurt ermittelt sie den IT-Bedarf und verantwortet maßgeblich die digitale Transformation der Organisation.

Ziel ist der Wandel

  • von abgegrenzten Datensilos
  • hin zu einer interoperablen Speicherung und Verarbeitung strukturierter Daten
  • nach internationalen Standards

Auf dieser Basis sollen datengetriebene Unterstützungstools nahtlos und sicher in die Patientenversorgung integriert werden.

Digitale Architektur und Strategie

Gemeinsam mit dem University Center for Digital Healthcare (UCDHC) gestaltet die Stabsstelle ID die digitale Architektur der Universitätsmedizin Frankfurt und wirkt an der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie mit. Zusammen mit der Stabsstelle Pflege-IT vertritt sie die Interessen der Anwendenden aus Medizin und Pflege im Bereich der Digitalisierung.

Schwerpunkte und Projekte

Zu den zentralen Arbeitsschwerpunkten der Stabsstelle ID zählen:

  • „Digitales Universitätsklinikum 2.0 – Der Digitale Zwilling der Zukunft“
    Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur
    Fördervolumen: ca. 18 Mio. €
    Laufzeit: 2025–2029
  • Aufbau eines Hospital Command Centers
    zur Unterstützung der internen und regionalen Versorgungssteuerung, insbesondere im Kontext des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG)
  • Koordination der Beteiligung der Universitätsmedizin Frankfurt am Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

Besondere Aufgaben in der Pandemie

Während der SARS-CoV-2-Pandemie übernahm die Stabsstelle ID die Administration des Stabs
„Koordinierendes Krankenhaus stationäre Versorgung“
im Versorgungsgebiet 4 Frankfurt-Offenbach. Zudem war sie verantwortlich für die Entwicklung und Bereitstellung der hessischen Steuerungs- und Prognosemodelle (ProSReMod).

Dezernat Informations- und Kommunikationstechnologie (DICT)

Das Dezernat für Informations- und Kommunikationstechnologie (DICT) ist direkt dem Kaufmännischen Direktor und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Frankfurt unterstellt und wird vom Chief Information Officer (CIO) geleitet.

Auftrag und Verantwortung

Das DICT verantwortet die gesamte administrative und klinische IT sowie die Telekommunikation des Universitätsklinikums. Mit seinen Systemen und Services unterstützt und optimiert es die Prozesse in Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Betriebsführung.

Die IT-Strategie wird in Abstimmung mit dem Vorstand durch CMIO und CIO gemeinsam mit dem University Center for Digital Healthcare (UCDHC) festgelegt und vom DICT als Business-Service-Provider umgesetzt. Ziel ist es, Prozesse zu vereinheitlichen, Entscheidungen effizient zu unterstützen und durch Standardisierung, zentrales Management sowie Vor-Ort-Betreuung eine vernetzte und zukunftsfähige IT-Struktur sicherzustellen.

Betrieb, Projekte und Infrastruktur

Das DICT stellt die IT-Betriebsbereitschaft für den zweiten Bauabschnitt (2. BA) und das Krankenhaus Sachsenhausen sicher. Gleichzeitig verantwortet es die Vorbereitung und Umsetzung zentraler Großprojekte, darunter:

  • Aufbau einer Private Cloud
  • Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur
  • Einführung und Weiterentwicklung von SAP
  • Umsetzung der Projekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG)

Weiterentwicklung und Organisation

Zur strukturellen Stärkung der IT treibt das DICT den Aufbau eines Servicekatalogs sowie eines leistungsfähigen Betriebsteams voran. Ergänzend werden strategische Rollen wie Architekt und Solution Owner etabliert, um die nachhaltige Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur und die Betriebssicherung zu gewährleisten.

Darüber hinaus wirkt das DICT aktiv am Aufbau einer Projektmanagement-Office-(PMO)-Struktur an der Universitätsmedizin Frankfurt mit.

Institut für Medizininformatik (IMI)

Das Institut für Medizininformatik wurde im März 2022 an der Universitätsmedizin Frankfurt als gemeinsame Einrichtung mit dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität gegründet.

Mit seiner interdisziplinären Expertise fungiert das Institut als Schnittstelle zwischen medizinisch-klinischen Fragestellungen und informatischen Lösungsansätzen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen angewandte Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus unterschiedlichen Bereichen der Medizininformatik, die einen direkten Beitrag zur Weiterentwicklung der digitalen Medizin leisten.

Stabsstelle Pflege-IT & Innovation

Die Stabsstelle Pflege-IT & Innovation (PIT) ist direkt der Pflegedirektion der Universitätsmedizin Frankfurt unterstellt. Sie verantwortet fachliche, strategische und innovative Aufgaben an der Schnittstelle von Pflege, Digitalisierung und Versorgungsentwicklung.

In der Stabsstelle ist die Chief Nursing Information Officer (CNIO) tätig. Sie stellt die pflegefachliche Expertise in Digitalisierungs- und Innovationsprojekten sicher und gewährleistet die enge Anbindung an die pflegerische Praxis.

Aufgaben und Schwerpunkte

Zu den zentralen Aufgaben der Stabsstelle zählen die fachliche Begleitung, Steuerung und Schulung des klinischen Informationssystems (KIS) sowie des Patientendatenmanagementsystems (PDMS). Anforderungen aus der Berufsgruppe Pflege werden systematisch erhoben und gezielt in die Weiterentwicklung der Systeme eingebracht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau, in der Implementierung und in der Weiterentwicklung der Innovationsstation. Dort werden neue digitale Lösungen und Versorgungsprozesse unter realen Praxisbedingungen erprobt, evaluiert und in die Versorgung überführt.

Darüber hinaus entwickelt die Stabsstelle Konzepte zur Mitarbeiterpartizipation sowie zur Förderung digitaler Kompetenzen in den Gesundheitsfachberufen. Sie stärkt die pflegewissenschaftliche Expertise, unterstützt die Evidenzbildung im Kontext von Digitalisierung und Pflege und evaluiert innovative Lösungen im klinischen Alltag.

Zusammenarbeit

Gemeinsam mit der Stabsstelle für Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung (ID) vertritt die Stabsstelle Pflege-IT & Innovation die Interessen der Anwendenden aus Medizin und Pflege im Bereich der Digitalisierung.

Diese Partner bündeln ihre Expertise, um die digitale Transformation der Universitätsmedizin Frankfurt strategisch, technisch, wissenschaftlich und anwendungsnah voranzutreiben.

Das UCDHC arbeitet übergreifend mit drei inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Digitale Strategie: Planung und Umsetzung einer umfassenden digitalen Agenda für die Universitätsmedizin Frankfurt
  • Innovation & Medizininformatik: Initiativen, Forschung und angewandte Projekte zur intelligenten Nutzung medizinischer Daten
  • Aus- und Weiterbildung: Förderung digitaler Kompetenzen und Qualifizierung von IT- und Gesundheitsfachpersonal

Gemeinsam treibt das UCDHC die Vision einer Connected Healthcare4 voran: digital vernetzt, interdisziplinär gedacht – mit dem Menschen im Mittelpunkt.