13. Oktober 2026
Die Ausbildung zur Medizinischen Technologin bzw. zum Medizinischen Technologen für Radiologie (MT-R) an der Universitätsmedizin Frankfurt bekommt wieder einen neuen schulischen Lernort: Die Alice-Stewart-Schule – Staatliche Schule für Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie am Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main – hat im Oktober 2026 ihren Schulbetrieb aufgenommen. Die ersten zehn Auszubildenden haben am 01. Oktober an der neuen Schule begonnen.
Die MT-R-Ausbildung an der Universitätsmedizin Frankfurt besteht bereits seit vielen Jahren. Während die praktische Ausbildung in den Bereichen Radiologie, Neuroradiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin stattfindet, wurde der schulische Teil in den letzten Jahren an der MT-Schule in Höchst absolviert. Mit der neuen Alice-Stewart-Schule befindet sich nun auch der theoretische Teil der Ausbildung am Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main. Damit können schulische und praktische Ausbildungsinhalte noch enger miteinander verbunden werden.
„Der Gesundheitscampus ist ein zentraler Ort für die Ausbildung und Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe. Mit der Alice-Stewart-Schule bauen wir diesen Standort weiter aus und schaffen zugleich die Möglichkeit, unterschiedliche Ausbildungsbereiche noch enger miteinander zu verbinden. Indem Theorie und Praxis sowie verschiedene Professionen zusammenkommen, stärken wir eine moderne und interprofessionelle Ausbildung. Damit investieren wir in die qualifizierten Fachpersonen, die wir für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung von morgen brauchen“, so Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Frankfurt.
Geleitet wird die neue Schule von Sana Hamid. Die Medizinische Technologin für Radiologie absolvierte die eigene Ausbildung an der Universitätsmedizin Frankfurt und sammelte anschließend Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der radiologischen Versorgung, unter anderem in der universitären Radiologie und Neuroradiologie sowie am Inselspital Bern in der Schweiz. Parallel zu ihrer Tätigkeit als MT-R absolvierte sie den Bachelorstudiengang Radiologietechnologie und anschließend den Masterstudiengang Health Science Education.
Praxisnah und interprofessionell
Die Ausbildung an der Alice-Stewart-Schule verbindet medizinisches und technisches Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Strahlenschutz und dem sicheren und verantwortungsvollen Einsatz diagnostischer und therapeutischer Verfahren.
Die Lehre wird interprofessionell gestaltet. Pädagoginnen und Pädagogen, MT-R, Ärztinnen und Ärzte, Medizinphysikexpertinnen und -experten sowie weitere Fachpersonen bringen ihre jeweilige Expertise in die Ausbildung ein. So lernen die Auszubildenden unterschiedliche fachliche Perspektiven und die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen bereits während ihrer Ausbildung kennen.
„Ich freue mich sehr, die Alice-Stewart-Schule von Beginn an aufbauen und entwickeln zu dürfen. Dabei kann ich meine langjährige berufliche Erfahrung mit meiner pädagogischen Expertise verbinden. Mir ist wichtig, den Auszubildenden eine fundierte fachliche Grundlage zu vermitteln und gleichzeitig früh den Bezug zur klinischen Praxis herzustellen. So können sie von Anfang an erleben, wie eng die unterschiedlichen Berufsgruppen in der Radiologie zusammenarbeiten“, betont Sana Hamid.
Namensgeberin Alice Stewart
Namensgeberin der Schule ist die britische Ärztin und Epidemiologin Alice Stewart (1906–2002). Sie beschäftigte sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit den gesundheitlichen Auswirkungen ionisierender Strahlung. Insbesondere ihre Forschung zu den Risiken von Röntgenuntersuchungen während der Schwangerschaft für das ungeborene Kind trug dazu bei, das Bewusstsein für Strahlenrisiken zu schärfen.
Ihr Name steht damit für wissenschaftliches Denken und einen verantwortungsvollen Umgang mit ionisierender Strahlung – Themen, die auch in der Ausbildung zukünftiger MT-R eine zentrale Rolle spielen.
Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main
Der Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main ist ein gemeinsames Aus- und Weiterbildungszentrum des Universitätsklinikum Frankfurt und des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt. Er bündelt Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsangebote verschiedener medizinischer und Gesundheitsberufe. Mit der Alice-Stewart-Schule ist nun die vierte Schule direkt am Gesundheitscampus angesiedelt. Sie ergänzt die bereits dort vertretene Goethe-Pflegeakademie, die Physiotherapie-Schule und die ATA/OTA-Schule. Als Partnerschulen sind die Agnes-Karll-Schule, die MT-Schule Höchst und die MT-Schule Marburg eng mit dem Gesundheitscampus verbunden. Während die MT-R-Ausbildung nun auch schulisch am Gesundheitscampus stattfindet, werden an den MT-Schulen Höchst und am Universitätsklinikum Gießen und Marburg weiterhin die weiteren Ausbildungsrichtungen der Medizinischen Technologinnen und Technologen – Laboratoriumsanalytik (MT-L) und Funktionsdiagnostik (MT-F) – angeboten.
Mehr als 5.000 Lernende profitieren von den dort gebündelten Angeboten. Ziel des Gesundheitscampus ist es, Kompetenzen und Ressourcen zusammenzuführen und die Ausbildung in ärztlichen, pflegerischen und weiteren Gesundheitsfachberufen weiterzuentwickeln. Der Gesundheitscampus leistet einen wesentlichen Beitrag bei der Fachkräftegewinnung von morgen.
Bildmaterial:
Feierliche Eröffnung der Alice-Stewart-Schule am 12. Oktober 2026.
Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei (Quelle: Universitätsmedizin Frankfurt)
Für weitere Informationen:
Sana Hamid
Schulleitung Alice-Stewart-Schule
Gesundheitscampus
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 15 12 31 69 72 8
E-Mail: sana.hamid@ukffm.de
Internet: www.unimedizin-ffm.de