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Digitalisierung vereinfacht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit die Vernetzung und den Austausch von Forschungsergebnissen. Doch in der Medizin geht der Nutzen darüber hinaus: Diagnosestellung mittels Künstlicher Intelligenz oder Therapiebegleitung per App machen schon heute die digitale Zukunft erlebbar. Einen Einblick in die Möglichkeiten bietet die Universitätsmedizin Frankfurt in der neuen Ausgabe des Magazins „Wissen wird“.
Menschen mit chronischen Erkrankungen müssen viel Zeit für Arzttermine verwenden – im Alltag oft eine zusätzliche Belastung. Moderne Kommunikationslösungen können hier teilweise Abhilfe schaffen. Am Universitätsklinikum Frankfurt wurde etwa die Communication and Tracing App für HIV-Infizierte (COMTRAC HIV) als patientenzentrierte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) entwickelt – sozusagen eine App auf Rezept. Neben den Betroffenen profitiert auch die Forschung: Die mithilfe der App gesammelten Daten können anonymisiert in Studien zu Krankheitsmechanismen und Therapiemöglichkeiten einfließen. Das Konzept von COMTRAC kann zudem leicht auf andere chronische Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus erweitert werden und so noch mehr Patientinnen und Patienten helfen.
Fortschritt durch Verknüpfung
Häufig führt nur eine entsprechend große und repräsentative Anzahl von Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern zu gesicherten und eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen – COVID-19 ist dafür ein gutes Beispiel. Im April 2020 wurde das bundesweite Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) unter Beteiligung aller deutschen Universitätsklinika und weiterer Netzwerke gegründet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. So können Forschungsaktivitäten zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie gebündelt und neue Handlungsstrategien eröffnet werden.
Effizientere Kommunikation und Forschung durch Digitalisierung
Die schnellere und zuverlässigere Informationsverarbeitung durch Digitalisierung ermöglicht eine effizientere Kommunikation zwischen Ärztinnen und Ärzten und deren Patientinnen und Patienten. Behandlungen können besser organisiert und Wartezeiten verkürzt werden.
Die Digitalisierung – insbesondere die Möglichkeit, Daten großflächig zu verknüpfen – bietet aber auch große Potentiale für die Forschung. Eine digitale Lösung erlaubt es, Daten aus mehreren Quellen zu verknüpfen – beispielsweise von anderen Standorten oder aus früheren Erhebungen.
Besondere Ausbildung für die Ärztinnen und Wissenschaftler von morgen
Schon heute macht Digitalisierung zahlreiche wichtige medizinische Forschungsprojekte überhaupt erst möglich. Doch die Universitätsmedizin Frankfurt denkt noch weiter: 2022 hat der Fachbereich Medizin ein wegweisendes Förderprogramm eingerichtet, um die Digitalkompetenz zukünftiger Forscherinnen und Forscher zu stärken: das Digital Clinician Scientist Programm. Clinician Scientists sind Ärztinnen und Ärzte, die neben ihrer klinischen Tätigkeit auch forschen. Zu Beginn der Karriere ist dies durch die intensive Facharztausbildung häufig eine Herausforderung. Wer sich wissenschaftlich betätigen will, muss das oft nach Feierabend tun – eine hohe Belastung. Entsprechend zeichnet sich in Deutschland ein Mangel an forschenden Ärztinnen und Ärzten ab. Gerade in der Medizin ist es wichtig, dass die wissenschaftliche Forschung und die Praxis am Krankenbett eng miteinander verknüpft sind. Deshalb möchte das Universitätsklinikum Frankfurt die bestehende Förderung junger Talente mit dem Digital Clinician Scientists Programm ergänzen.
Den vollständigen Bericht sowie die gesamte Ausgabe der „Wissen wird“ finden Sie unter folgendem Link: www.kgu.de/fileadmin/redakteure/Presse/Wissen_Wird/UKF_wiwi_2202_web.pdf
Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation
Universitätsklinikum Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2
E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.kgu.de
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