26. September 2025
Ein Meilenstein für die Gesundheitsversorgung: Mit dem Einzug des Zentrums der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie in den Neubau ist eines der größten Bauprojekte in der Geschichte der Universitätsmedizin Frankfurt vollendet. Patienten, Mitarbeitende und das gesamte Rhein-Main-Gebiet profitieren von modernsten Strukturen, kurzen Wegen und einer neuen Qualität der Versorgung. Ein kurzer Film veranschaulicht, was dieser letzte und größte Umzug praktisch bedeutete.
18 Jahre Planungs- und Bauzeit, 400 Millionen Euro Investition durch das Land Hessen, 20.000 Quadratmeter Hightech-Infrastruktur: Der Umzug in den Neubau Haus 23D, E und F markiert einen historischen Moment für die Universitätsmedizin Frankfurt. 15 Stationen mit rund 350 Betten und neun hochmoderne OP-Säle sind entstanden. Doch die wahren Vorteile zeigen sich nicht allein in Zahlen, sondern im nun bevorstehenden Alltag: kurze Wege, bessere Abläufe, moderne Diagnostik und eine Arbeitsumgebung, die sowohl Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeitenden zugutekommt.
„Mit dem Einzug des Zentrums der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie erschließen sich uns dank vorausschauender Planung, intensiver Zusammenarbeit und großem Engagement der Beteiligten neue Möglichkeiten“, sagt Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt. „In diesem Neubau steht uns medizinische Infrastruktur auf der Höhe der Zeit zur Verfügung. Wir danken dem Land Hessen für die Finanzierung und dem LBIH – dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen – für die Realisierung. Die jetzt abgeschlossenen Umzüge stellten ebenfalls eine besondere Herausforderung dar, die nur durch die enge Zusammenarbeit mit dem Land und mit vielen interprofessionellen Teams möglich war. Bei uns im Haus gilt ein besonderer Dank dem Projektteam, das alle Fäden zusammengehalten hat. Der Aufwand hat sich gelohnt: Wir rücken fachlich und räumlich enger zusammen und stärken dadurch die Patientenversorgung, Forschung und Lehre. Hierdurch können wir sowohl für die Spitzenmedizin und Interdisziplinarität als auch in der Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin eine noch bessere Versorgungsleistung anbieten.“
Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur und Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikum Frankfurt, Christoph Degen, ergänzt hierzu: „Mit den neuen Erweiterungsbauten Haus 23 D, E und F hat das Land Hessen eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte vorgenommen. Mit dem Abschluss der Umzüge profitieren nun auch die Patientinnen und Patienten von dem neuen klinischen Herz des Standorts mit kurzen Wegen und einer Ausstattung auf höchstem medizinischen Niveau. Ich danke dem Vorstand und allen Mitwirkenden des Universitätsklinikums für die reibungslose Organisation und Durchführung dieser Mammutaufgabe.“
Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach betont: „Das Land Hessen hat rund 400 Millionen Euro für Patienten, Beschäftigte und Forschung investiert. Das zeigt, welchen großen Stellenwert das Land dem Universitätsklinikum Frankfurt beimisst. Ich teile die Freude darüber, dass dieses außergewöhnlich große Bauprojekt des Landes nun vollständig in Nutzung gehen kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die das ermöglicht haben, insbesondere den Mitwirkenden des Universitätsklinikums, die die Umzüge und Inbetriebnahme vollzogen haben. Außerdem danke ich den Kolleginnen und Kollegen des LBIH, die die baulichen Voraussetzungen geschaffen haben.“
Moderne Räume für moderne Medizin
Schon jetzt zeigt sich: Der Neubau verändert die Arbeit spürbar. Das Herz- und Gefäßzentrum, die HNO-Klinik, die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, die Ambulanzen von Thoraxchirurgie und Orthopädie, die Nuklearmedizin, die Infektiologie und das Knochenmarkstransplantationszentrum sind bereits vor einigen Monaten eingezogen. „Erste Erfahrungen zeigen, dass die Patientenversorgung auf den Stationen optimiert werden konnte“, sagt Pflegedirektorin Birgit Roelfsema. „Kürzere Wege ermöglichen einen intensiveren interdisziplinären Austausch, technologische Innovationen unterstützen Prozesse, und eine freundliche Arbeitsumgebung erleichtert den Alltag. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das nicht nur mehr Komfort, sondern auch mehr Sicherheit und eine höhere Versorgungsqualität – bis hin zu besseren Heilungschancen.“
Logistik neu gedacht
Besonders deutlich werden die Vorteile im Zentrum der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie. Das bisherige Gebäude lag am westlichen Campusrand. Nun arbeiten die Teams der neurologischen und kardiologischen Disziplinen auf einer interdisziplinären Intensivstation im Zentralbau eng zusammen – ein Gewinn für die Versorgung der Akutpatientinnen und -patienten, z.B. bei einem Schlaganfall. Außerdem bedeutet der Zusammenschluss eine enorme Entlastung für die Logistik: Unter anderem entfallen weite Patiententransporte zwischen den Bereichen.
„Indem wir Versorgung und Materialflüsse konsequent bündeln, profitieren Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen“, erklärt Markus Jones, Kaufmännischer Direktor an der Universitätsmedizin Frankfurt. „Natürlich mussten viele Prozesse neu gedacht und gestaltet werden. Aber moderne Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter und wir sehen es als Universitätsmedizin als unsere Pflicht, hier Schritt zu halten. Dieser Bauabschnitt ist deshalb ein Meilenstein, aber sicherlich nicht der letzte.“
Abschluss eines Großprojekts
Der Umzug des Zentrums der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie war der letzte Patientenumzug in den Neubau und markiert damit den vorläufigen Abschluss dieses Großprojekts. Diese Kliniken waren zuvor in „Haus 95“ am westlichen Ende des Campus in einer Entfernung von circa 1,5 Kilometern angesiedelt und von der Größenordnung mit einem eigenen kleinen Krankenhaus zu vergleichen.
Einen Eindruck davon, wie Mitarbeitende diesen Umzug erlebt haben und welcher Aufwand und welche logistische Präzision dafür notwendig waren, vermittelt ein kurzer Film. Sie finden ihn auf der Startseite der Homepage und in Kürze auf den Social-Media-Kanälen der Universitätsmedizin Frankfurt:
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