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Das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS) sorgt auch in der Corona-Krise dafür, dass Betroffene weiterhin Hilfe erhalten. Mit einer Plakat- und Postkartenaktion wird auf die Notfall-Hotline des Frankfurter Projekts zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen (FraPPE) aufmerksam gemacht.
„Das Corona-Virus und die sozialen Einschränkungen durch die Maßnahmen zu dessen Eindämmung haben erhebliche Auswirkungen auf die meisten Bereiche unseres täglichen Lebens. Diese Zeit ist für uns alle – gerade aber für psychisch erkrankte Menschen – sehr herausfordernd“, erklärt der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer. In solch einer Ausnahmesituation kommt es verstärkt zu psychischen Belastungen, Stressreaktionen und Krisen. Auf-grund des Kontaktverbots können Angebote wie FRANS oder FraPPE nicht mit ihren üblichen Suizidpräventionsmaßnahmen arbeiten. Prof. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt, merkt an: „Natürlich liegt der Fokus zunächst auf der Eindämmung des Infektionsgeschehens. Dennoch dürfen wir die psychosozialen Folgen des Lockdowns nicht außeracht lassen.“ Zwar werden laufende Psychotherapien in der Regel weitergeführt, aber viele niedrigschwellige persönliche Unterstützungsangebote fallen zurzeit weg. Auch Prof. Andreas Reif, Direktor der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Frankfurt, betont: „Die psychiatrische Notfallversorgung ist selbstverständlich weiterhin gewährleistet. Dennoch kann sich die reale oder gefühlte Beschränkung des Zugangs zu medizinischen Maßnahmen negativ auf die Suizidrate auswirken, da zu spät oder gar nicht erforderliche Hilfe in Anspruch genommen wird.“
Plakate und Postkarten im Stadtgebiet
FRANS hat daher telefonische Anlaufstellen, hilfreiche Links und Informationen auf seiner Internetseite zusammengestellt: https://ddei3-0-ctp.trendmicro.com:443/wis/clicktime/v1/query?url=www.frans%2dhilft.de%2fcorona%2dpandemie&umid=38B467E1-A458-3205-871A-ED7BEC572076&auth=43d524c34e8427ad7249cee0644fbe80fc54d958-0f192de39a4e865ea4890c31c7f3e0ffc845b747. Auf mehr als 200 Plakaten und auf Postkarten, die mit Hilfe der Firma Ströer im gesamten Stadtgebiet ausgehängt wurden, wird außerdem die Notfall-Hotline des Projekts FraPPE beworben. Rund um die Uhr ist eine der psychiatrischen Kliniken Frankfurts erreichbar unter der Nummer: 069 – 630 13 113. Auch die REWE-Märkte sowie der Bäcker Eifler, die in ihren Filialen FRANS- und FraPPE-Postkarten für die Kundschaft auslegen und Plakate aufhängen, unterstützen die Aktion. So sollen Menschen, die in der derzeitigen Situation in eine Krise geraten, erreicht und Wege in Hilfsangebote geebnet werden.
Entlastung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen
Das Universitätsklinikum Frankfurt und das Gesundheitsamt unterstützen auch Menschen in medizinischen Berufen mit besonderen Angeboten. Das Gesundheitsamt hat ein übergreifendes Entlastungstelefon für Mitarbeitende im Gesundheitswesen eingerichtet, z.B. der Krankenhäuser, Pflegedienste, Alten- und Pflegeheime, Arztpraxen, von Gesundheitsamt, Rettungsdienst und Feuerwehr etc. Das Entlastungstelefon ist täglich von 10:00 bis 13:00 sowie von 18:00 bis 21:00 Uhr erreichbar unter der Nummer: 069-870036090. Im Universitätsklinikum können sich ratsuchende Kolleginnen und Kollegen zudem an ein Kriseninterventionstelefon wenden.
Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Frankfurt arbeitet außerdem in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Universitätsmedizin Mainz und der Charité Berlin zusammen. Untersucht wird in dieser Studie, wie sich die Corona-Pandemie auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitätsklinika und COVID-19-Schwerpunktkrankenhäusern hinsichtlich psychosozialer Stress- und Resilienzfaktoren auswirkt, also der psychischen Widerstandsfähigkeit.
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