19. Dezember 2022
Im Dreieck der Universitätsmedizin – Forschung, Lehre und Krankenversorgung – steht die translationale Medizin im Mittelpunkt: Neue Forschungsansätze öffnen Türen zu neuen Therapien. Aber wie erleben Patientinnen und Patienten eigentlich die universitäre Hochleistungsmedizin? Ärzte des Universitätsklinikum Frankfurt sind mit Patienten, die sie bei außergewöhnlichen Therapieerfolgen begleitet haben, zu persönlichen Gesprächen zusammengekommen. Ihre Geschichten lesen Sie in der neuen Ausgabe der „Wissen wird“.
„Ich denke, ich kann Ihnen helfen“, ist für Patientinnen und Patienten oft eine erlösende Aussage. Über diesen Satz ihres Arztes und den anschließenden Therapieerfolg konnten sich am Universitätsklinikum Frankfurt auch drei Patientinnen und Patienten freuen, die in der letzten „Wissen wird“-Ausgabe des Jahres 2022 vorgestellt werden – als drei Beispiele unter vielen. Nicht in allen Fällen kann die moderne Medizin Ergebnisse liefern, die sich Ärzte und Patienten wünschen. Aber die Beispiele zeigen, dass die Universitätsmedizin mit ihrem interdisziplinären Ansatz, personalisierter Diagnostik und Therapie sowie ihrem Zugang zu modernster medizinischer Infrastruktur oft die bestmögliche Ausgangsposition für eine erfolgreiche Behandlung darstellt. „Diese Menschen sind sowohl ein Beweis für das strukturelle Erfolgskonzept und die Effektivität der Universitätsmedizin als auch ein Mutmacher für Betroffene mit ähnlichem Krankheitsbild“, so formuliert es Prof. Jürgen Graf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Frankfurt.
Ärzte und Patientinnen zeigen Stärke
Es sind Ärzte und Patientinnen, die hier gleichermaßen Mut machen. Ärzte, die neben ihrer medizinischen Kompetenz auch Hoffnungsvermittlung als Bestandteil ihrer Aufgaben sehen, die beharrlich an das lebensrettende Angebot von Früherkennung und Vorsorge erinnern, und die sich für die Einführung neuartiger Therapien starkmachen, um Patientinnen und Patienten nach individuellen medizinischen Bedürfnissen optimal versorgen zu können. Patienten sprechen in der „Wissen wird“ über ihren Weg aus der Erkrankung. Ihr Schicksal zu beklagen, halten alle Porträtierten auf ihre Weise für keine adäquate Lebenseinstellung. „Zuckst Du noch oder tanzt Du schon?“ entspricht eher ihrer Einstellung – getreu dem Lebensmotto einer Patientin, deren epileptischen Anfälle nach einer Gehirnoperation am Universitätsklinikum Frankfurt deutlich reduziert werden konnten.
Geschichten und Geschichte: UKF-Jubiläen 2022
Persönliche Geschichten treffen am Universitätsklinikum Frankfurt (UKF) oft auf „große“ Geschichte. Auch davon berichtet die „Wissen wird“. In diesem Jahr konnte das UKF 50 Jahre Neonatologie feiern. Die enge räumliche und personelle Verknüpfung von Kreißsaal und Neugeborenenstation war 1972 eine Neuerung, die das Universitätsklinikum Frankfurt als eine der ersten Kliniken in Deutschland eingeführt hat. Dieses Konzept der Frühgeborenen-Intensivbetreuung wird bis heute praktiziert und hat seitdem vielen kleinen Patienten das Leben gerettet. Wie alles begann, erzählt unter anderem Karin Schnabel, Gruppenleitung der Pflege in der Neonatologie, die seit 1979 Teil des Teams ist.
Einen Grund zum Feiern hatte in diesem Jahr auch die Kardiologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Hier wurde vor 45 Jahren der erste Ballonkatheter-Eingriff in Deutschland (und weltweit zum zweiten Mal) durchgeführt und ein verengtes Herzkranzgefäß geweitet. Der heute 94-jährige Kardiologe Prof. Martin Kaltenbach legte damit den Grundstein für die moderne Herzmedizin. Das Jubiläum ist mit der Neubesetzung der Leitung der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Frankfurt einhergegangen. Grund genug für den neuen Direktor Prof. David M. Leistner, den Kollegen und Herzkatheterpionier zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen. Mehr dazu, und zu den Plänen von Prof. Leistner, das Herzzentrum am UKF auszubauen und die sogenannte Präzisionsmedizin zu fördern, lesen Sie in der „Wissen wird“.
Große Veränderungen auch in der Nephrologie: Der Schwerpunkt hat den Status einer eigenen Klinik erhalten, um der Volkskrankheit Nierenleiden mit gebündelten Kräften begegnen zu können. Prof. Thimoteus Speer, seit 01. Oktober 2022 Direktor der neuen Klinik, erklärt, wie er zusammen mit der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung in Frankfurt ein Kompetenzzentrum für chronische Nierenerkrankungen etablieren will. Prof. Speer ist zudem Experte auf dem Gebiet der translationalen kardio-renalen Medizin. Das bedeutet: Herz und Nieren müssen in vielen Fällen als Einheit betrachtet werden, um Patientinnen und Patienten adäquat versorgen zu können. Damit schließt sich wieder der Kreis zu den Kernkompetenzen der Universitätsmedizin: Von Interdisziplinarität, Translation und ganzheitlichem medizinischen Ansatz haben insbesondere die Patientinnen und Patienten, deren Erfahrungsberichte in dieser „Wissen wird“ zu lesen sind, profitiert.
Die gesamte Ausgabe mit vielen weiteren Themen und Personalia können Sie ab sofort unter folgendem Link herunterladen: https://www.kgu.de/fileadmin/redakteure/Presse/Wissen_Wird/UKF_Wiwi_2203_web.pdf
Bildmaterial zu den Patientengeschichten:
Auf Nachfrage verfügbar.
Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation
Universitätsklinikum Frankfurt
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