15. Juni 2026
Die Frankfurter Bildhauerin Wanda Pratschke spendet ein Kunstwerk als Zeichen der Dankbarkeit für ihre erfolgreiche medizinische Behandlung.
Die Frankfurter Bildhauerin Wanda Pratschke hat der Universitätsmedizin Frankfurt die Bronze-Skulptur „Traum“ gestiftet. Mit der Schenkung bedankt sich die Künstlerin für die erfolgreiche medizinische Behandlung an der Universitätsmedizin Frankfurt. Die offizielle Übergabe des Kunstwerks fand am Montag, dem 15. Juni 2026, im kleinen Kreis im Rosengarten der Universitätsmedizin Frankfurt statt.
Der Rosengarten der Universitätsmedizin Frankfurt bietet Patientinnen und Patienten, Angehörigen sowie Mitarbeitenden einen Ort der Ruhe und Erholung mitten auf dem Klinikcampus. Die Grünanlage schafft Raum für Begegnung, Rückzug und neue Kraft. Mit der Skulptur „Traum“ erhält dieser besondere Ort nun ein weiteres Element: Das Kunstwerk kann hier zum Verweilen einladen, Trost spenden oder neue Perspektiven eröffnen.
Wissenschaft und Kunst
„Wir stehen als Universitätsmedizin Frankfurt für Medizin auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Doch um wirklich Neues zu entdecken, braucht es neben Wissen und Erfahrung auch Vorstellungskraft und Inspiration“, sagte Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt. „Die Skulptur ‚Traum‘ erinnert uns daran, dass Fortschritt oft dort beginnt, wo Menschen den Mut haben, über das Bekannte hinauszudenken.“ Pflegedirektorin Birgit Roelfsema ergänzt: „Wir danken Wanda Pratschke herzlich für dieses außergewöhnliche Geschenk. Besonders freut uns, dass es Ausdruck einer positiven Erfahrung mit unserer Universitätsmedizin ist und sich Frau Pratschke bei uns gut aufgehoben und versorgt gefühlt hat.“
Genau das möchte Wanda Pratschke zum Ausdruck bringen und erklärte: „Ich bin der Frankfurter Universitätsmedizin sehr dankbar für die erfolgreiche und hervorragende medizinische Behandlung, besonders Herrn Prof. Dr. Kyriakos Oikonomou, Leiter der Gefäßchirurgie. Ich bin stolz, dass die Bronze-Skulptur ‚Traum‘, die ich sehr gerne der Universitätsmedizin gestiftet habe, Menschen im Rosengarten erfreuen und vielleicht auch inspirieren wird. Das Aufstellen der Bronze ‚Traum‘ im Rosengarten der Universitätsklinik erfolgte auf Initiative von Sandra Bender. Sie unterstützt und fördert mich seit langem, wofür ich ihr sehr dankbar bin.“ Frau Bender hat auch bei den vielfältigen organisatorischen Aufgaben rund um die Spende an die Universitätsmedizin Frankfurt unterstützt. Sie erklärte: „Ich habe das sehr gerne gemacht und freue mich, dass wir gemeinsam einen Beitrag zur Verschönerung der Universitätsmedizin Frankfurt geleistet haben. Der Rosengarten ist der ideale Standort für den ´Traum´.“
Prof. Dr. Kyriakos Oikonomou, Leiter der Gefäß- und Endovaskularchirurgie der Universitätsmedizin Frankfurt, betonte: „Das Wohl unserer Patientinnen und Patienten steht für uns immer an erster Stelle, und wir freuen uns über jede erfolgreiche Behandlung. Doch wenn jemand mit einer solchen Geste der Dankbarkeit auf uns zukommt, ist das natürlich etwas ganz Besonderes. Es ehrt uns, dass Frau Pratschke ihre Wertschätzung mit einem Kunstwerk von bleibendem Wert ausdrückt.“
Die Entstehungsgeschichte
Für ihre Skulpturen entwickelt Wanda Pratschke zunächst Modelle aus flüssigem Gips und Gipsplatten, die sie mit Beil und Spachtel bearbeitet, bis Form und Struktur des späteren Werkes entstehen. Nach der Silikonabformung erfolgt der Bronzeguss in der Gießerei.
Über den Entstehungsprozess der Skulptur „Traum“ sagte die Künstlerin: „Die Inspiration für den ‚Traum‘ entsprang einer rothaarigen Frau, deren Ausdruck eine tiefe Melancholie in sich trug. Der Rosenkranz, der ihr Haar schmückte, verlieh ihrem Antlitz eine zusätzliche Anmut und hob den Kopf in eine beinahe elegische Atmosphäre. Nach zahlreichen Skizzen und Zeichnungen wurde ein Modell geschaffen, das als Ausgangspunkt für die Entwicklung der monumentalen Skulptur diente. Mit künstlerischer Hingabe und Expertise wurden die faszinierenden Facetten der inspirierenden Frau in einer zeitlosen Form verewigt.“
„Viele Träume kommen und gehen, dieser Traum bleibt“, betonten Wanda Pratschke und Sandra Bender.
Über die Künstlerin
Wanda Pratschke lebt und arbeitet seit vielen Jahrzehnten in Frankfurt am Main. Seit 1980 ist sie als freie Bildhauerin tätig. Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens steht der menschliche Körper – als vollständige Figur oder Fragment, in Miniaturgröße oder monumentaler Dimension. Dabei arbeitet sie vorwiegend mit Gips und Bronze.
Ihre erste Arbeit im öffentlichen Raum, die Skulptur „Betty“, wurde 1984 in den Frankfurter Wallanlagen eingeweiht. Es folgten weitere Werke im öffentlichen Raum. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen „Die Schöne“ am Frankfurter Flughafen im Terminal 1 seit 2001 sowie die monumentale Skulptur „Unbesiegbare“, die 2022 auf dem Adorno-Platz an der Goethe-Universität Frankfurt enthüllt wurde.
Pratschke studierte von 1976 bis 1979 an der Städelschule Frankfurt am Main Malerei bei Prof. Johann Georg Geyger sowie Bildhauerei bei Willi Schmid. Zuvor absolvierte sie ein Studium an der Meisterschule für das Kunsthandwerk in Berlin im Fach Bühnenbild und war Assistentin des Bühnenbildners Franz Mertz an den Städtischen Bühnen Frankfurt. Zahlreiche Studienreisen führten sie unter anderem nach Griechenland, Nordafrika, Westafrika sowie Nord- und Südamerika.
Der Künstlerin wird am 24. Juni 2026 zudem der mit 5.000 Euro dotierte Ilse-Hannes-Kunstpreis verliehen. Die Preisverleihung findet ab 19:00 Uhr im Nebbienschen Gartenhaus in Frankfurt am Main statt.
Für weitere Informationen:
www.skulpturen-wanda-pratschke.de
Bildmaterial:
Fotos der offiziellen Übergabe stehen ab ca. 15:00 Uhr am 15. Juni 2026 unter dem nachfolgenden Link zur Verfügung.
Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei.