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Das Bundesministerium für Gesundheit hat zwei Konsiliarlabore am Universitätsklinikum Frankfurt erneut für drei Jahre berufen: das Konsiliarlabor für Bartonellen und das Konsiliarlabor für Mukoviszidose-Bakteriologie, beide am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene.
Die besondere mikrobiologische Expertise, die am Universitätsklinikum Frankfurt vorliegt, wurde nun erneut vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt. Das seit 2009 am Universitätsklinikum Frankfurt bestehende Konsiliarlabor für Bartonellen unter der Leitung von Prof. Volkhard Kempf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, wurde für die Jahre 2023 bis 2025 erneut berufen Das gleiche gilt für das Konsiliarlabor für Mukoviszidose-Bakteriologie unter der Leitung von Prof. Michael Hogardt, das seit 2017 besteht.
Kompetente Beratung für besondere Krankheitserreger
Die Konsiliarlabore dienen als deutschlandweite Anlaufstellen für außergewöhnliche Infektionsfälle. 37 dieser Institutionen halten für jeweils einen Krankheitserreger besondere Kenntnisse vor. Sie ergänzen so die bestehende Expertise des RKI, des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der deutschen Universitätsmedizin. Die Labore werden alle drei Jahre vom BMG in Abstimmung mit dem RKI berufen. Zum Ende jeder Berufungsperiode werden alle bestehenden Labore durch den Wissenschaftlichen Beirat für Public Health Mikrobiologie und ausgewählte Fachgutachter evaluiert. Nur die Einrichtungen, die dieser sorgfältigen Prüfung standhalten, können wieder berufen werden – so wie nun die Einrichtungen der Frankfurter Universitätsmedizin.
Konsiliarlabor für Bartonellen
Bartonellen sind eine Gattung von Bakterien, die bei Menschen verschiedene Krankheiten auslösen können. So kann Bartonella henselae beispielsweise die sogenannte Katzenkratzkrankheit verursachen, bei der es nach Kratzwunden durch Katzen zu Lymphknotenschwellungen und im schlimmsten Fall hohem Fieber oder Sepsis kommen kann. Das Konsiliarlabor am Universitätsklinikum Frankfurt unterstützt Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland und teilweise sogar angrenzenden Ländern im Umgang mit Bartonellen. So können beispielsweise Patientenproben eingesandt und mittels hochmoderner Verfahren auf Bartonellen oder relevante Antikörper untersucht werden. Das Konsiliarlabor berät außerdem hinsichtlich Diagnostik und Therapie von Bartonella-Infektionen und arbeitet daran, die Verfahren in beiden Bereichen stetig weiterzuentwickeln. Die hohe Qualität der Arbeit des Labors wird nicht nur durch BMG und RKI bestätigt; es ist seit 2010 auch durchgängig durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert.
Konsiliarlabor für Mukoviszidose-Bakteriologie
Mukoviszidose, auch zystische Fibrose (CF) genannt, ist eine vererbbare, nicht heilbare Stoffwechselerkrankung. Betroffene leiden häufig an einer chronischen Infektion der Lunge, die durch ein breites Spektrum an Bakterien, Viren und Pilzen verursacht wird. Das Konsiliarlabor am Universitätsklinikum Frankfurt unterstützt auch hier bei Fragen der Diagnostik und Therapie, untersucht Patientenproben auf bestimmte Erreger und Antikörper ebenso wie Antibiotika-Resistenzen. Auch dieses Labor ist selbstverständlich DAkkS-akkreditiert.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Volkhard A. J. Kempf
Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene
Universitätsklinikum Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 50 19
E-Mail: volkhard.kempf@unimedizin-ffm.de
Internet: www.kgu.de
Herausgeber: Der Vorstand des Universitätsklinikum Frankfurt. Redaktion: Christoph Lunkenheimer, Pressesprecher, Stabsstelle Kommunikation, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2, E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
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