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Frankfurt bekommt Universitäres Thoraxzentrum
Prof. Gernot Rohde wird neben seiner bestehenden Tätigkeit am Universitätsklinikum Zentrumsleiter und neuer Chefarzt für Pneumologie im St. Elisabethen-Krankenhaus
Das Universitäre Thoraxzentrum Frankfurt bündelt die Kompetenzen zweier renommierter Einrichtungen mit jahrzehntelanger pneumologischer Expertise: das Universitätsklinikum und das Bockenheimer St. Elisabethen-Krankenhaus. Ziel ist die flächendeckende hochspezialisierte Versorgung bisweilen schwerstlungenerkrankter Patienten. Damit entsteht die größte und inhaltlich umfassendste stationäre Einrichtung ihrer Art in und um Frankfurt. Zentrumsleiter und gleichzeitig künftiger Chefarzt der Pneumologie im St. Elisabethen-Krankenhaus wird Prof. Gernot Rohde, der bereits für die Fachrichtung am Universitätsklinikum Frankfurt verantwortlich ist.
„Dieses Zentrum ist in vielerlei Hinsicht eine fantastische Möglichkeit, die Versorgung lungenkranker Patienten auf ein neues Level zu heben“, freut sich der 48-jährige Internist Prof. Rohde auf die neue Herausforderung. „Die beiden Standorte ergänzen einander in optimaler Weise. Das St. Elisabethen-Krankenhaus etwa verfügt über ein pneumologisches Schlaflabor, das Universitätsklinikum dafür über High-End-Techniken, die nur eine Universitätsmedizin bieten kann. An beiden Standorten gibt es sehr gut etablierte Thoraxonkologische Ambulanzen und Tageskliniken. Am Universitätsklinikum besteht ein großes Studienzentrum, das gerade Krebspatienten den Zutritt zu ganz neuen Therapiemethoden ermöglicht. Gemeinsam wiederum verfügen wir über einen relevanten Anteil an den Palliativbetten Frankfurts. Sprich: Mit dem neuen Thoraxzentrum können wir einen flächendeckenden universitären Qualitätsstandard für die Behandlung von Lungenpatienten setzen.“
Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums, ergänzt: „Als Universitätsmedizin sehen wir uns nicht nur unseren eigenen Patientinnen und Patienten verpflichtet, sondern den Menschen aus ganz Frankfurt und der Region. Deshalb freut es uns sehr, dass wir im Rahmen des neuen Universitären Thoraxzentrums nun noch mehr Betroffenen den Zugang zu Medizin auf dem höchsten universitären Niveau ermöglichen können.“
Paradebeispiel für Versorgung aus einer Hand
In regelmäßig und engmaschig stattfindenden Facharztkonferenzen, an denen die entsprechenden Spezialisten aus beiden Standorten teilnehmen, werden künftig pneumologische Fälle interdisziplinär besprochen. So werden gleichzeitig Zweit- oder sogar Drittmeinungen für die optimale Therapie eingeholt, beispielsweise für Lungenkrebs- oder COPD-Patienten.
„Wir als Gesundheitsdienstleister werden von Politik und Krankenkassen immer wieder dazu angehalten, uns untereinander abzustimmen und gemeinsame Strukturen zu schaffen. Das Universitäre Thoraxzentrum Frankfurt ist ein Paradebeispiel, wie dieser Aufforderung nachgekommen werden kann“, erklärt St. Elisabethen-Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar. „Dass das Universitätsklinikum Frankfurt diese Kooperation mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus schließt, macht uns unglaublich stolz, genau wie die Tatsache, dass wir Prof. Rohde als Chefarzt für uns gewinnen konnten. Er verfügt über eine unschätzbare Expertise in der Pneumologie.“
Dabei freut sich der neue Chefarzt für seine Arbeit vor Ort in Bockenheim auch auf die Verwirklichung eines ganz persönlichen Wunsches: „Die Universitätsmedizin birgt für jeden Arzt großartige medizinische und berufliche Möglichkeiten. Ein hochrenommiertes, in seiner Größe aber überschaubares Haus wie das St. Elisabethen-Krankenhaus lässt dafür einen sehr viel engeren Kontakt zu den Patienten zu.“
Generationenwechsel in der Inneren Medizin
Genauso positiv, so der Nachfolger des scheidenden Chefarztes Prof. Joachim Bargon, blicke er auch der Zusammenarbeit mit den Bockenheimer Kollegen entgegen. Schließlich ist dort die Pneumologie nur einer von zwei großen internistischen Schwerpunkten des Hauses. „Wir durften uns bereits im Vorfeld kennenlernen und herausfinden, dass wir sehr ähnliche Vorstellungen davon haben, welche Form wir der Inneren Medizin am St. Elisabethen-Krankenhaus geben möchten, sowohl hinsichtlich der Patientenbetreuung als auch in Bezug auf die personelle und strukturelle Organisation“, so die Chefärztin der Gastroenterologie, Prof. Andrea Riphaus. Zu ihrem Bereich zählt auch die Palliativstation des Hauses unter der medizinischen Leitung von Oberärztin Beate Blasius, die ihren Patienten hier mit viel Herz und Kompetenz einen besonders geschützten Raum bietet. „Für mich steht jetzt schon außer Frage, dass die Innere Medizin am St. Elisabethen-Krankenhaus einem echten Generationswandel entgegensieht.“
Eine jüngere und dynamischere Abteilung soll es werden, da ist sich die Doppelspitze Riphaus und Rohde einig. So finden auch neue Kollegen im Universitärem Thoraxzentrum optimale Arbeitsbedingungen in der Inneren Medizin. Am Ende kommt das vor allem einem zu Gute: dem Patienten. Denn wo ist dieser besser aufgehoben als bei Ärzten, die sich mit Leib und Seele dem verschrieben haben, was sie tun?
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