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Frauenherzen im Fokus – Erfolgreicher #GoRed Day im Main-Taunus-Zentrum

06. Februar 2026

Die Universitätsmedizin Frankfurt setzte gemeinsam mit Gesundheitsministerin Diana Stolz ein starkes Zeichen für geschlechtsspezifische Herzprävention – und zahlreiche Frauen folgten der Einladung.

Großes Interesse, intensive Gespräche und ein klares Signal für mehr Prävention: Mit einer gut besuchten Mitmachaktion zum internationalen #GoRed Day hat die Universitätsmedizin Frankfurt am Freitag im Main-Taunus-Zentrum auf die besondere Bedeutung der Herzgesundheit von Frauen aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit der Hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz informierten die Medizinerinnen und Mediziner vor Ort über Risiken, Symptome und Vorsorgemöglichkeiten. Zahlreiche Besucherinnen nutzten die Gelegenheit, ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko niedrigschwellig prüfen zu lassen. Es handelte sich um die erste öffentliche Aktion des „Präventionsjahr 2026“. Die Initiative wurde von der Universitätsmedizin Frankfurt ins Leben gerufen und Gesundheitsministerin Stolz hat die Schirmherrschaft übernommen. 

„Die Gesundheit von Frauen ist mir ein besonderes persönliches Anliegen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen noch immer zu häufig unterschätzt, zu spät oder falsch erkannt. Prävention, Aufklärung und eine geschlechtersensible Medizin sind deshalb zentrale Bausteine für eine bessere Versorgung von Frauen. Deshalb klären wir heute über Risiken, Symptome und Vorsorgemöglichkeiten auf“, betonte Gesundheitsministerin Diana Stolz bei ihrem Besuch.

Niedrigschwellige Präventionsangebote für Frauenherzgesundheit
Unter dem Motto „Frauenherzen schlagen anders“ bot das Team des Women Heart Health Center der Universitätsmedizin Frankfurt kostenfreie Herz-Kreislauf-Schnell-Checks an. In einem Informations-Truck der Firma Medtronic konnten Frauen mobile EKGs, Blutdruck- und Cholesterintests durchführen lassen und direkt mit den Expertinnen ins Gespräch kommen. Viele Frauen nahmen die Präventionsuntersuchungen wahr und informierten sich über geschlechtsspezifische Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei Frauen häufig anders verlaufen und später erkannt werden als bei Männern.

Gesundheitsministerin, Herz-Experten und Besucherinnen im Dialog
Ein besonderer Höhepunkt der Aktion war der Besuch der Hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz. Gemeinsam mit Dr. Lena Seegers, Leiterin des Women Heart Health Center der Universitätsmedizin Frankfurt, kam sie mit zahlreichen Besucherinnen ins Gespräch und warb für eine stärkere Sensibilisierung für Frauenherzgesundheit.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern sich bei Frauen oft mit drei bis vier mehr Begleitsymptomen – etwa mit Kurzatmigkeit, Übelkeit oder starker Erschöpfung zusätzlich zum Brustschmerz. Das erschwert die rasche Diagnosestellung, da der Brustschmerz in der Symptomfülle häufig vermindert wahrgenommen wird“, erklärte Dr. Lena Seegers. „Genau deshalb sind niedrigschwellige Angebote wie diese so wichtig. Sie ermöglichen es, frühzeitig aufzuklären, individuelle Risiken sichtbar zu machen und Frauen zu ermutigen, Warnzeichen ernst zu nehmen und ihre Herzgesundheit aktiv zu schützen.“

Gerade beim Thema Herzrhythmusstörung besteht ein besonderer Bedarf: „Aktionen wie diese sind extrem wichtig, denn Frauenherzen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Vorhofflimmern, die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit, betrifft Frauen in besonderem Maße, und es besteht dringender Optimierungsbedarf in der Früherkennung und Behandlung dieser Erkrankung bei Frauen“, erläutert PD Dr. Laura Rottner, Geschäftsführende Oberärztin und Leiterin der gendersensitiven Rhythmologie an der Universitätsmedizin Frankfurt.

Auch Prof. Dr. David M. Leistner, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie und Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums der Universitätsmedizin Frankfurt, betonte die strategische Bedeutung solcher Aktionen: „Die gezielte Betrachtung der Frauenherzgesundheit ist ein zentraler Bestandteil der Präzisionsmedizin, für die unser Herzzentrum steht. Individuelle Prävention, differenzierte Diagnostik und eine passgenaue Versorgung – orientiert an geschlechtsspezifischen Unterschieden – sind entscheidend, um die Prognose von Patientinnen nachhaltig zu verbessern.“

Vor Ort wurde die Präventionsaktion auch von Dr. Lars Bodammer unterstützt. Er ist niedergelassener Facharzt für Kardiologie in der Praxis Kardiologie Frankfurt-Sachsenhausen. „Erfolgreiche Prävention kann nur gemeinsam gelingen und die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte spielen dabei natürlich eine zentrale Rolle“, betonte Prof. Dr. Leistner. „Daher freue ich mich sehr, dass Dr. Bodammer die Aktion mit seiner Expertise unterstützt.“

Mit ihrem Informations-Truck hat die Firma Medtronic die passende Infrastruktur bereitgestellt. Lisa Brumm, Business Director Cardiac Ablation Solutions, Medtronic Germany, erklärt: „Bei Medtronic leitet uns unsere Mission, Schmerzen zu lindern, Gesundheit wiederherzustellen und Leben zu verlängern, in allem, was wir tun. Wir sind überzeugt davon, dass die Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesundheit von Frauen haben kann. Viel zu oft werden Symptome übersehen oder missverstanden – frühzeitige Aufklärung kann lebensrettend sein. Initiativen wie der #GoRed Day, organisiert von der Universitätsmedizin Frankfurt, helfen dabei, Frauen mit Wissen über Herzkrankheiten, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu stärken. Durch starke sektorübergreifende Partnerschaften wie diese können wir mehr Frauen erreichen, Prävention fördern und zu einer besseren Herzgesundheit sowie zu längeren, gesünderen Leben beitragen.“

Erfolgreicher Auftakt zum „Präventionsjahr 2026“
Die Aktion war Teil der Initiative „Präventionsjahr 2026“ der Universitätsmedizin Frankfurt, die Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken will. Der erfolgreiche Auftakt im Main-Taunus-Zentrum zeigte eindrucksvoll, wie wirksam persönliche Ansprache, interdisziplinäre Zusammenarbeit und verständliche Information sein können – und wie groß der Bedarf an frauenspezifischer Herzprävention in der Bevölkerung ist.


Mehr zum „Präventionsjahr 2026“:
www.unimedizin-ffm.de/praevention 

Über das Women Heart Health Center Frankfurt
Das Frauen-Herzzentrum („Women Heart Health Center Frankfurt“) ist das erste Zentrum dieser Art in Deutschland und bietet ein speziell auf die kardiovaskuläre Versorgung von Frauen allen Alters ausgerichtetes Versorgungskonzept an und geht dabei auf die besonderen Bedürfnisse beziehungsweise. Unterschiede von Frauen ein. Hierzu zählen insbesondere Frauen mit einem hohen geschlechtsspezifischen Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln (beispielsweise nach schwangerschaftassoziierten Erkrankungen, frühzeitiger Menopause oder gynäkologisch-onkologischen Erkrankungen). Interdisziplinäre Schnittstellen mit Gynäkologie und Endokrinologie ermöglichen es im Frauen-Herzzentrum, individuelle geschlechtsspezifische Therapiekonzepte anzuwenden. Das Women Heart Health Center Frankfurt ist Teil des Universitären Herz- und Gefäßzentrums und der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Universitätsmedizin Frankfurt unter der Leitung von Prof. Dr. David M. Leistner.

 

Bildmaterial:
(1) Sie halten die Frauengesundheit hoch: Dr. Lars Bodammer, Diana Stolz, Dr. Lena Seegers, Prof. Dr. Jürgen Graf, PD Dr. Laura Rottner (v.l.)
(2) Gesundheitsministerin Diana Stolz (l.) und Dr. Lena Seegers
(3) Gesundheitsministerin Diana Stolz (l.) und Dr. Lena Seegers im Gespräch
(4) Gesundheitscheck im Medtronic-Truck

Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos 
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei (Fotos: Curtis Spahl).

 

Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Leiter der Stabsstelle Kommunikation
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2
E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de 
Internet: www.unimedizin-ffm.de 

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