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21. März 2022
Zeynep Kallmayer, pflegerische Leiterin der Intensivstation C1 des Universitätsklinikum Frankfurt, wurde am 20. März stellvertretend für alle Pflegenden mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet.
Zeynep Kallmayer ist seit mittlerweile zehn Jahren Pflegedienst-Gruppenleitung für die Station C1 Intensiv am Universitätsklinikum Frankfurt. So ist die 51-Jährige es gewohnt, unter hohem Zeit- und Entscheidungsdruck zu arbeiten; oft geht es in ihrem Arbeitsalltag um Leben und Tod. Doch die letzten beiden Jahre waren für Kallmayer besonders arbeitsintensiv. Durch die andauernde COVID-19-Pandemie hatten sie und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Pflege kaum Atempausen, standen ständig unter hoher Belastung und stellten dennoch die bestmögliche Betreuung der ihnen anvertrauten Schwerstkranken sicher. Für diese herausragende psychische und physische Leistung wurde Zeynep Kallmayer – stellvertretend für alle Pflegekräfte – nun vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen.
„Unermüdlich und aufopferungsvoll“
Bouffier erklärte dazu: „Zeynep Kallmayer hat sich in der Corona-Pandemie als eine der tragenden Säulen in ihrer beruflichen Position erwiesen und Corona-Patienten im Universitätsklinikum Frankfurt unermüdlich und aufopferungsvoll betreut und gepflegt. Sie steht damit repräsentativ für unzählige Bedienstete in den hessischen Krankenhäusern und Intensivstationen, die in der Corona-Pandemie einen über das übliche Maß hinausgehenden und unglaublichen beruflichen Einsatz absolviert haben. Dass wir diese Pandemie so gut meistern, ist Menschen wie Zeynep Kallmayer zu verdanken, die an ihre Grenzen gehen, Übermenschliches leisten und sich für ihre Mitmenschen aufopfern. Im Verlauf der Pandemie hat sich Zeynep Kallmayer durch ihre wahrlich intensive Arbeit auf eine ganz besondere Art und Weise um unsere Gesellschaft verdient gemacht. Die Wilhelm Leuschner-Medaille verleihe ich ihr daher in großer Anerkennung sowie mit Dank und Respekt vor ihrer außergewöhnlichen Leistung.“
Wertschätzung für den Berufsstand
Kallmayer selbst sieht die Auszeichnung als Symbol der Wertschätzung für alle Pflegenden: „Ich fühle mich natürlich sehr geehrt, dass mir diese hohe Würde zuteilwurde. Gleichzeitig sehe ich mich hier vor allem als Stellvertreterin für meinen Berufsstand – alle meine Kolleginnen und Kollegen haben in der Pandemie Großes geleistet.“
Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Frankfurt, ergänzt: „Unser Pflegepersonal vollbringt jeden Tag Bemerkenswertes. Das war schon vor der Pandemie so und hat sich während dieser besonderen Situation noch weiter intensiviert. Das dürfen wir nicht müde werden zu betonen. Daher freue ich mich sehr, dass das Land mit dieser besonderen Ehrung für meine Kollegin Frau Kallmayer die Leistung der Pflege nachdrücklich anerkennt. Sie ist eine wahrhaft würdige Preisträgerin.“
Über 30 Jahre Dienst am Patienten
Die examinierte Krankenschwester Zeynep Kallmayer ist seit 1991 am Universitätsklinikum Frankfurt tätig, zunächst für zehn Jahre auf der internistischen Intensivstation B3, dann auf der anästhesiologischen-operativen Intensivstation C1. 2012 übernahm sie die Gruppenleitung für die Station C1, wo während der Pandemie die meisten intensivpflichtigen COVID-19-Patientinnen und -Patienten am Universitätsklinikum behandelt wurden. Am 27. Dezember 2020 war Kallmayer denn auch die erste Hessin, die gegen SARS-CoV-2 geimpft wurde.
Mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet wurden in diesem Jahr außerdem der ehemalige Bundesverfassungsrichter Herbert Landau, der ehemalige Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms und die ehemalige Rüsselsheimer Oberbürgermeisterin Ottilia Geschka.
Hintergrund
Die Wilhelm Leuschner-Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen. Es werden Personen geehrt, die sich im Geiste Wilhelm Leuschners hervorragende Verdienste um die demokratische Gesellschaft und ihre Einrichtungen erworben haben. Wilhelm Leuschner war einer der wichtigsten hessischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime. Nach dem Attentat auf Adolf Hitler 1944 wurde er hingerichtet. Der ehemalige Ministerpräsident Georg-August Zinn stiftete die Medaille am 20. Todestag Leuschners. 1965 wurde sie zum ersten Mal verliehen.
Bildmaterial:
Preisträgerin Zeynep Kallmayer
Download unter: www.kgu.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei.
Copyright: Universitätsklinikum Frankfurt
Herausgeber: Der Vorstand des Universitätsklinikum Frankfurt. Redaktion: Christoph Lunkenheimer, Pressesprecher, Stabsstelle Kommunikation, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2, E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
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