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Zum 1. April 2022 wird Prof. Kyriakos Oikonomou neuer Chefarzt der Gefäß- und Endovascularchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt. Der ausgewiesene Fachmann möchte den Standort als zentrale Anlaufstelle in der Region für Patientinnen und Patienten mit komplexen Gefäßerkrankungen etablieren.
Prof. Kyriakos Oikonomou ist unter anderem spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Krankheitsbildern der Aorta, also der Hauptschlagader, die vom Herzen Richtung Becken verläuft. Ein Beispiel hierfür ist das sogenannte thorakoabdominelle Aortenaneurysma, also eine Aussackung im Brust- und Bauchbereich der Aorta. Diese muss nicht sofort gefährlich sein und ruft teils nicht einmal Symptome hervor. Wird sie jedoch zu groß, kann sie reißen und so zu lebensgefährlichen inneren Blutungen führen. Die Gefäßchirurgie kann hier nicht nur im Notfall Leben retten, sondern bei rechtzeitiger Diagnose präventiv tätig werden. Nach Stationen an zwei großen Aortenzentren und als Leiter einer spezialisierten Forschungsgruppe bringt Prof. Oikonomou hier besonderes Wissen beim Einsatz von individuell angepassten Gefäßprothesen in die Universitätsmedizin Frankfurt ein. Doch auch bei anderen Krankheitsbildern der Blutgefäße verfügt er über spezielle Expertise, beispielsweise bei Rissen in der Aorta (sog. Aortendissektionen), Verengungen der Halsschlagader, Erkrankungen der Beingefäße (Schaufensterkrankheit, Krampfadern), bei der Anlage von Gefäßzugängen für Dialysepatienten oder bei Gefäßerkrankungen infolge von Infektionen.
Prof. Oikonomou wechselt nach Frankfurt vom Universitätsklinikum Regensburg, wo er als stellvertretender Leiter der Abteilung für Gefäßchirurgie tätig war. Am Universitätsklinikum Frankfurt tritt er die Nachfolge von Prof. Thomas Schmitz-Rixen an, der im vergangenen Jahr nach 22-jähriger intensiver und erfolgreicher Tätigkeit am Universitätsklinikum in den Ruhestand verabschiedet worden war.
Gewinn für Patienten und Forschung
Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt, freut sich über die Neuberufung: „Herr Prof. Oikonomou ist ausgewiesener Experte für das gesamte Spektrum der minimalinvasiven und offenen Gefäßchirurgie und bringt einige Techniken mit, die wir zuvor noch nicht anbieten konnten. Seine klinischen und operativen Fähigkeiten sind herausragend, so dass seine Eingriffe bereits mehrfach live auf internationalen Kongressen übertragen wurden. Damit ist er ein echter Gewinn für unsere Patientinnen und Patienten und wir freuen uns sehr, dass er dem Ruf an die Universitätsmedizin Frankfurt gefolgt ist.“
„Herr Prof. Oikonomou ist auch als Forscher ein großer Gewinn für die Universitätsmedizin Frankfurt“, ergänzt Prof. Stefan Zeuzem, Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität. „So hat er als einer der ersten in Deutschland zahlreiche neue Techniken zur minimalinvasiven Behandlung von komplexen Gefäßerkrankungen angewandt und diese in der Folge im interdisziplinären Dialog mit Herzchirurgie, Kardiologie und Radiologie weiterentwickelt. Die von ihm geleitete Forschergruppe „Aorta“ ist an mehreren internationalen multizentrischen Studien und Registern beteiligt. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen ist er seit Jahren Mitglied der Exzellenzakademie der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und hat umfangreiche Lehrerfahrung.“
Zentrale Anlaufstelle bei komplexen Gefäßerkrankungen
An seiner neuen Wirkungsstätte am Universitätsklinikum Frankfurt reizt den gebürtigen Griechen die enge Zusammenarbeit mit benachbarten Fachdisziplinen: „Die Zukunft der Gefäßmedizin liegt in der Interdisziplinarität, Innovation und Individualisierung der Therapien für unsere Patientinnen und Patienten. Das Universitätsklinikum und die Goethe-Universität Frankfurt befinden sich deutschland- und europaweit in einer Spitzenposition für exzellente Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Hier bietet sich die herausragende Chance, einen Leuchtturm für die Behandlung komplexer Gefäßerkrankungen zu etablieren und die kardiovaskuläre Forschung voranzubringen.“ Er ergänzt: „Mein Ziel ist es, ein überregionales Referenzzentrum für Gefäßerkrankungen und ein Universitäres Aortenzentrum aufzubauen. Eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten Fachdisziplinen wie der Herzchirurgie, Radiologie, Kardiologie und Nephrologie ist unverzichtbar. Die gemeinsame Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie bietet die einmalige Möglichkeit, innovative fachübergreifende operative Techniken einzusetzen und so das operative und wissenschaftliche Spektrum in diesem Gebiet auszuweiten. Ich möchte das herausragende Werk von meinem Vorgänger, Prof. Thomas Schmitz-Rixen vorantreiben und die Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt als zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit komplexen Gefäßerkrankungen – sowohl elektiv als auch im Notfall – im Rhein-Main-Gebiet etablieren.“
Exzellenz in Wissenschaft und Klinik
Gebürtig in Thessaloniki, Griechenland, studierte Prof. Oikonomou Humanmedizin an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki und an der Charité ‒ Universitätsmedizin Berlin. Seine Weiterbildung zum Facharzt absolvierte er an der Klinik für Gefäß- und Endovaskuläre Chirurgie des Klinikums Nürnberg und erhielt 2014 seinen Facharzttitel. Prof. Oikonomou war seit 2017 leitender Oberarzt und stellvertretender Leiter der Abteilung für Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg. 2019 habilitierte er und erhielt die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Chirurgie. Prof. Oikonomou ist Autor von mehreren internationalen Publikationen sowie als Reviewer und Guest Editor bei renommierten gefäßchirurgischen Zeitschriften tätig. Aufgrund seiner wissenschaftlichen und klinischen Expertise wurde er 2018 Mitglied der Exzellenzakademie der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie. Prof. Oikonomou ist Mitglied der Kommission für Endovaskuläre Techniken der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Tutor bei den Kursen für die Zertifizierung von endovaskulären Chirurgen und Spezialisten.
Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation
Universitätsklinikum Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2
E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.kgu.de
Bildmaterial:
Prof. Kyriakos Oikonomou, neuer Chefarzt der Gefäß- und Endovascularchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt
Download unter: www.kgu.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei.
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