- News
- Patientenversorgung
- Administration
In Hessen entsteht das erste landesweite Netzwerk für Patientensicherheitsbeauftragte in Deutschland. Gefördert wird es vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, aufgebaut und gesteuert vom Universitätsklinikum Frankfurt. Durch den Austausch soll die Sicherheitskultur in den Krankenhäusern weiter gestärkt werden.
In Hessen ist kürzlich der Startschuss für das Netzwerk der Patientensicherheitsbeauftragten gefallen. Damit baut das Land seine Vorreiterrolle bezüglich der Patientensicherheit in Deutschland weiter aus. Denn Hessen ist das einzige Bundesland, das über ein Referat für Qualitätssicherung und Patientensicherheit verfügt, angesiedelt im Ministerium für Soziales und Integration (HMSI). Mit Inkrafttreten der Patientensicherheitsverordnung (PaSV) im Oktober 2019 sind alle hessischen Krankenhäuser dazu verpflichtet, qualifizierte Patientensicherheitsbeauftragte dem HMSI zu benennen. Diese sollen mit dem neuen Netzwerk eine Plattform erhalten, um in den Austausch zu treten, Wissen einfacher zu teilen und Herausforderungen gemeinsam besprechen zu können.
Mit einer Förderung des HMSI hat das Universitätsklinikum Frankfurt das Netzwerk auf den Weg gebracht. Das Universitätsklinikum Frankfurt verfügt über eine große Expertise im Thema Patientensicherheit, konzentriert vor allem in der Stabsstelle Patientensicherheit & Qualität (PaSiQ). Sie wird das Netzwerk aufbauen, steuern und betreuen. Mit Isabell Porth wird das Netzwerk von einer ausgebildeten Patientensicherheitsbeauftragten und klinischen Risikomanagerin kompetent betreut.
Netzwerk folgt WHO-Empfehlungen
Der Aufbau einer Netzwerkstruktur der Patientensicherheitsbeauftragten war bereits Teil des vom HMSI beauftragten Hessischen Konzepts für Patientensicherheit aus dem Jahr 2018 und entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der WHO-Aktionsplan Patientensicherheit 2021-2030 führt die Bildung von Netzwerken als wichtige Maßnahme auf, um die im Plan definierten strategischen Ziele zu erreichen. Dabei geht es beispielsweise darum, den Informations- und Wissensfluss zwischen allen Beteiligten der Gesundheitsversorgung zu verbessern oder auch Patientinnen und Patienten mehr zu befähigen.
Wichtiges Bindeglied für den Patientenschutz
Hessen hat die zentrale Rolle der Patientensicherheitsbeauftragten bereits in der PaSV hervorgehoben und stärkt sie nun weiter. Denn die Patientensicherheitsbeauftragten sind ein wichtiges Bindeglied, um den Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten zu fördern, einen erfolgreichen Wissenstransfer sicherzustellen und neue Maßnahmen zum Patientenschutz zu entwickeln und umzusetzen – alles mit dem Ziel, die Sicherheitskultur in den Häusern und damit direkt und indirekt die Patientensicherheit zu verbessern. Das Netzwerk bietet hierfür eine ideale Plattform.
Austausch auf Augenhöhe
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begegnen sich auf Augenhöhe. So soll das Netzwerk den gegenseitigen Erfahrungsaustausch fördern. Die Patientensicherheitsbeauftragten können gemeinsam Ideen für den Abbau von Barrieren in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich entwickeln. Das können beispielsweise Strukturen sein, die eine positive Fehlerkultur verhindern, bei der man gemeinsam aus Fehlern lernt. Außerdem unterstützt das Netzwerk die Netzwerkteilnehmerinnen und -teilnehmer bei der Erstellung der Berichte zur Patientensicherheit an das HMSI. Für die Zukunft sind auch themenspezifische Arbeitsgruppen und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Für weitere Informationen:
Isabell Porth
Stabsstelle Patientensicherheit & Qualität
Projektleitung Netzwerk Patientensicherheit
Universitätsklinikum Frankfurt
E-Mail: isabell.porth@unimedizin-ffm.de
Unsere Webseite verwendet Cookies. Diese haben zwei Funktionen: Zum einen sind sie erforderlich für die grundlegende Funktionalität unserer Website. Zum anderen können wir mit Hilfe der Cookies unsere Inhalte für Sie immer weiter verbessern. Hierzu werden pseudonymisierte Daten von Website-Besuchern gesammelt und ausgewertet. Das Einverständnis in die Verwendung der Cookies können Sie jederzeit widerrufen. Weitere Informationen zu Cookies auf dieser Website finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und zu uns im Impressum.