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08. Juli 2022
Prinzessin Madeleine von Schweden besuchte am 07. Juli 2022 in ihrer neuen Rolle als Deputy Honorary Chair (stellvertretende Ehrenvorsitzende) der World Childhood Foundation das Universitätsklinikum Frankfurt. Ihre königliche Hoheit steht als Botschafterin für den Kinderschutz dafür ein, das Thema sexualisierte Gewalt auf die globale Agenda zu setzen.
Prinzessin Madeleine von Schweden engagiert sich bereits in der zweiten Generation in der Stiftung, die von ihrer Mutter, Königin Silvia, gegründet wurde. „Seit meine Mutter, Königin Silvia von Schweden, Childhood 1999 gegründet hat, folgt die Stiftung einer klaren Vision: Eine Welt zu schaffen, in der alle Kinder frei von Gewalt, sexuellem Missbrauch und Ausbeutung sind“, erklärt Prinzessin Madeleine. „Es macht mich stolz zu sehen, wie schnell sich das Childhood-Haus-Konzept durchsetzt und welchen Einfluss es auf den Kinderschutz in Deutschland hat. Es erwärmt mein Herz, zu wissen, dass hier die Kinder im Mittelpunkt stehen und sie die Unterstützung bekommen, auf die sie ein Recht haben.“
Staatsminister Kai Klose begrüßte Prinzessin Madeleine im Namen der Hessischen Landesregierung und unterstrich die Besonderheit des Konzepts Childhood-Haus: „Bei Kindern, die Opfer von Gewalt oder sexualisierter Gewalt wurden, kommt es im Anschluss an solch traumatisierende Geschehnisse häufig zu Mehrfachuntersuchungen und -befragungen. Das Childhood-Haus setzt dort an: In einem kindgerechten Umfeld gehen alle beteiligten Akteure koordiniert auf das Kind zu. Ziel ist, für die bestmögliche Entlastung und Betreuung betroffener Kinder und Jugendlicher zu sorgen und sie vor Retraumatisierung zu schützen. Die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu wahren und für ihren größtmöglichen Schutz zu sorgen, ist eine der wichtigsten staatlichen Aufgaben. Mein besonderer Dank gilt dem Universitätsklinikum Frankfurt und den vielen engagierten Menschen aus Medizin, Psychologie, Jugendhilfe, Justiz und Polizei, die gemeinsam unser Childhood-Haus in Hessen erst möglich machen.“
Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ist federführend mit der Umsetzung des Projekts betraut und arbeitet eng mit der World Childhood Foundation und den Projektpartnern in Frankfurt zusammen. Die starke Verantwortung, die die Landesregierung hier übernimmt, hat Signalwirkung für den Kinderschutz und kinderfreundliche Justiz in ganz Deutschland.
Kompetenzzentrum für Hessen
Das Childhood-Haus Frankfurt wird in Trägerschaft des Universitätsklinikum Frankfurt (UKF) als Kompetenzzentrum für den multidisziplinären Kinderschutz in Hessen Anfang kommenden Jahres eröffnen. „Momentan wird das Childhood-Haus baulich für die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer hergerichtet“, erklärt Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Frankfurt. „Wir sind stolz, dass wir am Universitätsklinikum Frankfurt bald das erste Childhood-Haus Hessens eröffnen können. Auch dieses so wichtige Projekt fußt auf den Grundpfeilern der Universitätsmedizin: Neben der akuten Versorgung und der interdisziplinären Zusammenarbeit wird mit dem Childhood-Haus ein Zentrum der Forschung entstehen, das sein Wissen und seine Erkenntnisse zum Wohl unserer jungen Patientinnen und Patienten weitergibt.“
Prof. Jan-Henning Klusmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erläutert: „Mit der Etablierung des Childhood-Hauses am Universitätsklinikum Frankfurt setzen wir folgerichtig unsere Arbeit an der Kinderklinik fort, indem wir die Bedürfnisse vulnerabler junger Menschen in den Fokus stellen und sie optimal versorgen. Kinder mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen benötigen ein besonders sensibles, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Umfeld. Diese Strukturen werden wir hier mit dem Childhood-Haus schaffen.“
Vor Ort informierte sich Prinzessin Madeleine in Gesprächen mit den Projektverantwortlichen, Prof. Matthias Kieslich und Prof. Marco Baz Bartels, über den Stand des Projektes und besichtigte die zukünftigen Räumlichkeiten. „Die Etablierung eines Childhood-Hauses aufbauend auf dem interdisziplinären Netzwerk rund um unsere Medizinische Kinderschutzambulanz ist eine Riesenchance, unseren Traum eines inter- und transdisziplinären, Kind- und Jugendlichen gerechten Kompetenzzentrums für Kinderschutz, in dem alle beteiligten Disziplinen um die betroffenen Kinder und Jugendlichen zusammenkommen, zusammenarbeiten, sich austauschen, weiterbilden und in dem geforscht wird, wahr werden zu lassen“, so Prof. Matthias Kieslich, künftiger Leiter des Childhood-Hauses Frankfurt.
Aufbauend auf die bestehenden Kinderschutzstrukturen vor Ort, die unter anderem mit der Frankfurter Kinderschutzambulanz am UKF bereits eine hohe Expertise im medizinischen Kinderschutz aufweisen, arbeiten derzeit alle Projektbeteiligten aus Medizin, Psychologie, Jugendhilfe, Polizei und Justiz professionsübergreifend an der Implementierung des multidisziplinären Childhood-Haus Konzeptes in Frankfurt als neues Kompetenzzentrum für Hessen.
World Childhood Foundation
Die World Childhood Foundation Deutschland wurde 1999 von I.M. Königin Silvia von Schweden gegründet mit dem Ziel, das Recht der Kinder auf eine sichere und liebevolle Kindheit zu schützen und die Lebensbedingungen derjenigen Kinder zu verbessern, die sexuellem Missbrauch und Gewalt ausgesetzt sind. Die Stiftung ist gemeinnützig und daher auf Spenden angewiesen.
World Childhood Foundation
Schwäbische Bank
DE96 6002 0100 0000 0022 22
BIC: SCHWDESS
Spendenzweck: Childhood Deutschland
Bildmaterial:
Besuch der stellvertretenden Ehrenvorsitzenden der World Childhood Foundation am Universitätsklinikum Frankfurt: Honorargeneralkonsul Dr. Christian Bloth, Hessischer Minister für Soziales und Integration Kai Klose, Prinzessin Madeleine von Schweden, Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, Dr. Astrid Helling-Bakki, Geschäftsführerin World Childhood Foundation, Paula Guillet de Monthoux, Kuratorium World Childhood Foundation (v. l.) (Abb.1)
Prof. Jan-Henning Klusmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Matthias Kieslich, Projektverantwortlicher Childhood-Haus Frankfurt, Prinzessin Madeleine von Schweden, Prof. Marco Baz Bartels, Projektverantwortlicher Childhood-Haus Frankfurt, Dr. Astrid Helling-Bakki, Geschäftsführerin World Childhood Foundation (v. l.) (Abb. 2)
Prinzessin Madeleine von Schweden überreichte Präsente anlässlich des Besuchs am Universitätsklinikum Frankfurt. (Abb. 3)
In der Notfallambulanz der Kinderklinik: Prof. Jan-Henning Klusmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Astrid Helling-Bakki, Geschäftsführerin World Childhood Foundation, Prof. Marco Baz Bartels, Projektverantwortlicher Childhood-Haus Frankfurt, Prinzessin Madeleine von Schweden (v. l.) (Abb. 4)
Download unter: www.kgu.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei.
Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation
Universitätsklinikum Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2
E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.kgu.de
Judith Bader
Leitung Kommunikation und Presse
World Childhood Foundation
Telefon: +49 179 4729 732
E-Mail: judith.bader@childhood-de.org
Internet: www.childhood-de.org
Herausgeber: Der Vorstand des Universitätsklinikum Frankfurt. Redaktion: Christoph Lunkenheimer, Pressesprecher, Stabsstelle Kommunikation, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 6 3 01 – 86 44 2, E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
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