10. November 2025
Beim Teddyklinik-Kongress in Frankfurt tauschten sich Medizinstudierende aus ganz Deutschland über Konzepte und Erfahrungen zur kindgerechten Gesundheitsbildung aus – prominenter Besucher: Hessens Ministerpräsident Boris Rhein.
Kinder und Krankenhaus – das klingt für viele Menschen zunächst nach Angst und Unsicherheit. In der Teddyklinik ist das anders: Hier bringen die Kleinen ihre Teddys und Kuscheltiere selbst zum „Arzt“, messen Fieber, kleben Pflaster und heilen mit einem Lächeln. Auf spielerische Weise lernen sie, dass Medizin helfen kann – und dass Helfen Freude bereitet. Ob Aufnahmegespräch, Röntgen im Untersuchungsraum oder die Behandlung im „Operationssaal“: Die Teddyklinik macht all dies möglich. Das Konzept wird an zahlreichen Standorten der Universitätsmedizin in ganz Deutschland umgesetzt. Davon profitieren nicht nur die Kinder, die spielerisch mit dem Thema medizinische Versorgung in Kontakt kommen. Auch die Studierenden können Erfahrung im Umgang mit Kindern im ärztlichen Kontext gewinnen.
Zehnter Teddyklinik-Kongress in Frankfurt
Bei den Teddykliniken schlüpfen Medizinstudierende in die Rolle von Teddy-Ärztinnen und -Ärzten. Einmal jährlich treffen sich an wechselnden Standorten Studentinnen und Studenten aus ganz Deutschland, die an ihren Standorten Teddykliniken organisieren, um sich zu vernetzen, auszutauschen und das Konzept weiterzuentwickeln. Der zehnte Teddyklinik-Kongress fand jetzt vom 07. bis 09. November 2025 an der Universitätsmedizin Frankfurt statt. Rund 200 ehrenamtlich engagierte Studierende kamen hier zusammen. Dabei demonstrierten sie auch in einer eigens aufgebauten Mini-Klinik, wie sie Kindern spielerisch Vertrauen in die Medizin vermitteln.
Besonderer Gast war diesmal Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, der sich am Samstag, dem 08. November 2025, vor Ort ein Bild vom Engagement der Studentinnen und Studentenmachte und ihnen persönlich für ihr Engagement dankte:
„Bei der Teddyklinik wird Medizin mit Herz erklärt. Die angehenden Medizinerinnen und Mediziner machen einen echten Unterschied für die Kinder, die mit einem mulmigen Gefühl zum Arzt gehen. Mit viel Humor zeigen sie am mitgebrachten Lieblings-Teddy spielerisch medizinische Abläufe, bauen Ängste ab und wecken Neugier“, sagte der Regierungschef und fügte hinzu: „So erfahren die Kinder, dass sie mit Ärztinnen und Ärzten über ihre Sorgen sprechen können und ernstgenommen werden. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen entsteht Vertrauen: Vertrauen in die Medizin und Vertrauen in Menschen, die helfen wollen.“
Engagement, das begeistert
Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt, hob die positive Wirkung des Projekts für alle Beteiligten hervor: „Die Teddyklinik vermittelt nicht nur Kindern Wissen und Vertrauen. Sie zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und Kindern unmittelbar und verständlich medizinische Themen näherbringen. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt. Der Teddyklinik-Kongress unterstreicht, wie wichtig allen Beteiligten dieses besondere Projekt ist. Er stärkt das Netzwerk der Studierenden und unterstützt sie darin, ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten auf dem Weg zu verantwortungsvollen Ärztinnen und Ärzten weiterzuentwickeln. Einfühlungsvermögen und Verständnis, Engagement und Eloquenz sind zentrale Bausteine guter Medizin – und genau das vermittelt dieses großartige Projekt.“
Auch die studentischen Organisatorinnen und Organisatoren vom Teddyklinik Frankfurt am Main e.V. freuten sich über die Aufmerksamkeit. Die Vereinsvorstände Julie Krüger, Sophia Isabella Mayer und Jakob Obergfell erklärten: „Der Teddyklinik-Kongress ist für uns Studierende eine großartige Gelegenheit, Ideen und Impulse zu sammeln und sie beim nächsten Teddyklinik-Event zum Einsatz zu bringen. Dabei tauschen wir uns auch darüber aus, welche Aktionen besonders gut funktionieren, welche verbessert werden können, und welche Partner wir künftig noch für die Teddyklinik gewinnen können. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie begeistert Kinder reagieren, wenn sie selbst aktiv werden dürfen. Besonders freut uns, dass der Besuch des Ministerpräsidenten unseren Einsatz würdigt und zeigt, wie wertvoll dieses Engagement ist.“
Über die Teddyklinik Frankfurt
Diagnose, Behandlung und Heilung auf Augenhöhe: Die Medizinstudierenden und Auszubildenden engagieren sich ehrenamtlich in der Teddyklinik, um spielerisch Ängste vor Krankheit und Krankenhäusern abbauen und Kindern einen Einblick in medizinische Abläufe zu vermitteln. Ihre Zielgruppe sind Drei- bis Sechsjährige, weshalb insbesondere zahlreiche Kindergartengruppen aus Frankfurt jährlich an der mehrtägigen Aktion teilnehmen. Sie wird von der Kinderhilfestiftung Frankfurt e. V. und weiteren Sponsoren unterstützt und von den Studierenden eigenständig organisiert. Behandlungsräume, Operationssaal, Apotheke – alles ist vorhanden, was einen echten Krankenhausbesuch kennzeichnet. Auch ein Rettungswagen steht bereit und kann von den Kindern erkundet werden.
Die Initiative hat ihren Ursprung in Skandinavien und wird an der Universitätsmedizin Frankfurt seit 2008 – meistens im Mai – umgesetzt.
Bildmaterial:
Eindrücke vom Teddyklinik-Kongress – mittendrin: der hessische Ministerpräsident Boris Rhein
Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei.
Für weitere Informationen:
Christoph Lunkenheimer
Pressesprecher
Leiter der Stabsstelle Kommunikation
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2
E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.unimedizin-ffm.de