05. November 2025
Die Theodor Stern-Stiftung hat in diesem Jahr drei Mitarbeiterinnen der Universitätsmedizin Frankfurt für ihre außergewöhnlichen Verdienste um die Weiterentwicklung des Klinikums ausgezeichnet – in zwei ganz unterschiedlichen Bereichen: Projektleitung Neubau und Gruppenleitung Pflege.
Mit zwei Ehrungen würdigte die Theodor Stern-Stiftung in diesem Jahr besonderes Engagement in der Krankenversorgung und Pflege. Claudia Haupt und Doreen Kapolka erhielten den Theodor Stern-Stiftungspreis in der Kategorie Krankenversorgung für die erfolgreiche Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts der Universitätsmedizin Frankfurt. Die Theodor Stern-Medaille ging an Karin Schnabel für ihre 44-jährige engagierte Tätigkeit in der Neonatologie.
Stiftungspreis: Schlüsselrolle bei Neubau-Inbetriebnahme
„Wenn ein großes Klinikgebäude in Betrieb genommen wird und mehrere Fachkliniken sowie hunderte Mitarbeitende mit allem Drum und Dran umziehen, ist die Komplexität der Koordination kaum zu greifen. Zahllose Prüfvorgänge, hunderte Abstimmungsrunden, unzählige Projektpläne. Den Überblick zu behalten, die Erledigung aller Aufgaben sicherzustellen und die Inbetriebnahme erfolgreich zu organisieren, ist eine Mammutaufgabe von schwer vorstellbarem Ausmaß. Sie erfordert neben den unmittelbar praktisch notwendigen Eigenschaften, der Kenntnis der Organisation und medizinischer Leistungsprozesse insbesondere auch eine hohe Leidensfähigkeit“, sagte Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt. „Claudia Haupt und Doreen Kapolka haben diese Aufgabe großartig bewältigt – Ihnen gebührt Dank, Lob und Anerkennung des Vorstands und der Universitätsmedizin Frankfurt. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass im September 2025 die letzten Patientenumzüge in den Neubau erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Sie stehen beispielhaft für das, was die Universitätsmedizin im Kern auszeichnet: Teamgeist, hohe fachliche Expertise, Anpassungsfähigkeit, persönliches Engagement und Verlässlichkeit.“
Der Stiftungsvorstand würdigte beide Preisträgerinnen für ihren „wertvollen Beitrag, das neue Zentralklinikum im Haus 23 A-F durch ihre hervorragende Leistung zum Erfolg gebracht zu haben“. Technische und bauliche Rückschläge hätten sie stets als Herausforderung verstanden, um Lösungen zu finden. „Mit großem Verantwortungsbewusstsein über die eigenen Aufgaben hinaus haben sie den Transformationsprozess des Klinikums aktiv gestaltet. Ihrer Beharrlichkeit und interdisziplinären Kompetenz ist es zu verdanken, dass diese Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Frankfurt gelingen konnte“, heißt es in der offiziellen Begründung.
Die Preisverleihung erfolgte am 04. November 2025 im Rahmen des Dies Academicus des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität. Bei dieser Veranstaltung wurden auch Preise weiterer Stiftungen verliehen, die insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs der Universitätsmedizin Frankfurt seit Jahren großzügig und kontinuierlich fördern.
Medaille: Engagement für die Kleinsten
Mit der Theodor Stern-Medaille ehrte die Stiftung in diesem Jahr Karin Schnabel, eine Pionierin der Neonatologie an der Universitätsmedizin Frankfurt, die sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet. Sie ist seit 44 Jahren an der Universitätsmedizin Frankfurt tätig – als Krankenschwester, Gruppenleiterin auf verschiedenen Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und insbesondere als langjährige Gruppenleitung der neonatologischen Intensivstation. In der Abteilung für Frühgeborene und kranke Säuglinge war ihr stets die enge Einbindung und konstante Nähe der Eltern zu den kleinen Schützlingen ein besonderes Anliegen.
„Mit Karin Schnabel verlässt uns eine Kollegin, die über Jahrzehnte hinweg geprägt hat, was exzellente Pflege ausmacht: Kompetenz, Empathie und Menschlichkeit. Ihr beständiger Einsatz für die kleinsten Patientinnen und Patienten und deren Familien wird an der Universitätsmedizin Frankfurt unvergessen bleiben und in ihrem Wirken in zahlreichen neonatologischen Institutionen und Verbänden weiterleben – zum Wohle vieler kommender Generationen von Neugeborenen“, betonte Pflegedirektorin Birgit Roelfsema. „Um es noch einmal anders auszudrücken: Karin Schnabel ist eine Institution an der Universitätsmedizin Frankfurt und ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage, dass wir uns das Universitätsklinikum nur schwerlich ohne sie vorstellen können.“
Karin Schnabel organisierte regelmäßig Veranstaltungen wie den Kongress der Gesellschaft für Neonatologische und Pädiatrische Intensivmedizin sowie das jährliche „Frühchenfest“ der Universitätsmedizin Frankfurt, an dem Mitarbeitende der Neonatologie, ehemalige Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen gemeinsam feiern. Darüber hinaus engagierte sie sich im klinischen Ethikkomitee und trug durch ihr Wirken in Bundesverbänden undPflegenetzwerken maßgeblich zur Weiterentwicklung der neonatologischen Versorgung bei.
Die Theodor Stern-Medaille wurde bereits am 24. Oktober 2025 im Rahmen eines Symposiums anlässlich der feierlichen Verabschiedung von Karin Schnabel verliehen.
Die Theodor Stern-Stiftung
1994 haben die Universitätsmedizin Frankfurt und die Frankfurter Sparkasse die Theodor Stern-Stiftung eingerichtet. Mit ihrer Hilfe sollen sowohl das öffentliche Gesundheitswesen als auch die medizinische Forschung und Lehre gefördert werden. Der Namensgeber Theodor Stern (1837–1900) war für Frankfurt ein bedeutender Stifter und Mäzen. Er unterstützte unter anderem die Initiative zur Gründung der Universität Frankfurt im Jahr 1914. Nach ihm ist auch der Theodor-Stern-Kai benannt, an dem die Universitätsmedizin Frankfurt ihren Sitz hat.
Bildmaterial:
(1) Claudia Haupt und Doreen Kapolka haben sich den zahlreichen Herausforderungen des Neubaus gestellt und erhielten dafür den Theodor Stern-Stiftungspreis.
(2) Karin Schnabel wurde die Theodor Stern-Medaille für ihre Verdienste in der Neonatologie überreicht.
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Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei (Quelle: Universitätsmedizin Frankfurt).
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