15. September 2025
Die Universitätsmedizin Frankfurt ist ab sofort ein geprüftes Neurovaskuläres Zentrum. Durch die Anerkennung nach den strengen Qualitätskriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) übernimmt der Standort in der Region eine führende Rolle in der Schlaganfallversorgung und bei komplexen Hirngefäßerkrankungen.
Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege hat die Universitätsmedizin Frankfurt gemäß der Zentrumsregelungen des G-BA als Neurovaskuläres Zentrum geprüft. Die Anerkennung wurde Anfang September 2025 offiziell verkündet. Damit wird die herausragende Kompetenz des Standorts in der Diagnostik sowie in hochspezialisierten Therapien von Erkrankungen der Hirngefäße bestätigt. Nach dieser Prüfung ist die Universitätsmedizin Frankfurt das erste Neurovaskuläre Zentrum in Südhessen.
Was ein Neurovaskuläres Zentrum auszeichnet
Ein Neurovaskuläres Zentrum bündelt interdisziplinäre Spitzenmedizin für Erkrankungen wie Schlaganfälle, Aneurysmen, Gefäßmissbildungen oder Stenosen. Grundlage sind die vom G-BA definierten Qualitätsstandards. Sie erfordern u.a. eine enge Kooperation zwischen Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, Gefäßchirurgie und Intensivmedizin sowie eine spezialisierte Infrastruktur und eine 24/7-Verfügbarkeit von Expertinnen und Experten.
Darüber hinaus übernehmen Neurovaskuläre Zentren eine koordinierende Rolle im Gesundheitssystem. Sie beraten andere Kliniken, organisieren regionale Versorgungsnetzwerke und wirken aktiv an der Weiterentwicklung medizinischer Leitlinien mit. So tragen sie entscheidend dazu bei, die Versorgung neurovaskulärer Erkrankungen auch überregional und bundesweit zu verbessern.
Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Region
„Die Anerkennung als Neurovaskuläres Zentrum nach G-BA-Kriterien bestätigt unsere Position als führender Standort mit einer Koordinierungsfunktion“, so Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt. „Sie dokumentiert unsere hohe Expertise in der Akutbehandlung von Schlaganfällen und der komplexen Nachsorge von Patientinnen und Patienten mit neurovaskulären Erkrankungen. Damit übernehmen wir Verantwortung für eine exzellente und verlässliche Versorgung – regional wie überregional.“
Prof. Dr. Christian Grefkes-Hermann, Direktor der Klinik für Neurologie, ergänzt: „Mit modernster Bildgebung, minimalinvasiven Therapieformen und einer Stroke Unit gewähren wir rund um die Uhr schnelle Diagnostik und bestmögliche Behandlung – wohnortnah und auf universitärem Niveau. Die Anerkennung würdigt das außergewöhnliche Engagement unseres interdisziplinären Teams, das diese Versorgung möglich macht. Für das Rhein-Main-Gebiet bedeutet das: Spitzenmedizin, verknüpft mit aktueller Forschung.“
Damit positioniert sich die Universitätsmedizin Frankfurt nicht nur als zentrale Anlaufstelle für neurovaskuläre Versorgung im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch als attraktiver Partner für internationale wissenschaftliche Kooperationen.
Die Bedeutung des G-BA
Die Qualitätsvorgaben für die Anerkennung als Zentrum legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fest. Sie gelten gleichermaßen für Krankenhäuser und Arztpraxen und umfassen unter anderem Strukturqualität, Mindestmengen, Qualitätsmanagement und kontinuierliche Fortbildungspflichten. Als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen legt der G-BA fest, welche Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden – und sorgt dafür, dass Patientinnen und Patienten bundesweit Zugang zu einer Versorgung nach höchsten medizinischen Standards erhalten.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Christian Grefkes-Hermann
Direktor der Klinik für Neurologie
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 57 69
E-Mail: neurologie-direktor@unimedizin-ffm.de
Internet: www.unimedizin-ffm.de
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