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Herzlich willkommen am Schiffer Campus.

Unsere Patientinnen und Patienten stehen bei uns im Zentrum des Handelns. Ihre Sicherheit, Ihr Wohl und Ihre Zufriedenheit sind unser höchstes Ziel.

Der Schiffer Campus, das ehemalige Krankenhaus Sachsenhausen, ist ein Haus mit langer Tradition im Herzen der Stadt Frankfurt am Main. Aus der europaweit ersten Spezialklinik für Diabetiker entwickelte sich über die Jahre ein Stadtteilkrankenhaus mit hoher fachlicher Spezialisierung. Seit 2025 gehören wir zur Universitätsmedizin Frankfurt.

Ihr Dr. Tobias Leipold
Betriebsleitung Schiffer Campus
Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie 2

 

Ein Mann in einem Anzug mit Krawatte.

Unsere Geschichte

Gründung als erste Diabetesklinik Europas

1895 gründen die Ärzte Professor Dr. Carl von Noorden, weltweit renommierter Experte für Stoffwechselkrankheiten, und Dr. Eduard Lampé in der Schifferstraße des Frankfurter Stadtteils Sachsenhausen Europas erste Diabetesklinik. In die „Privatklinik für Zuckerkranke und diätetische Kuren“ kamen Menschen aus ganz Europa zur Behandlung ihrer Diabetes-Erkrankung. In der Vor-Insulin-Ära sind die Haferkuren, mit denen Carl von Noorden Anfang des 20. Jahrhunderts die diätetische Diabetesbehandlung revolutioniert, für Zuckerkranke ein Segen und die einzige Behandlungsmöglichkeit. Ein Quantensprung für Anordnung und Durchführung der Diäten ist Carl von Noordens Erfindung der Weißbroteinheit (WBE). Ein Pionier ist von Noorden auch bei der Insulintherapie, denn er ist einer der Ersten in Deutschland, der Insulin klinisch erprobte und erfolgreich bei der Therapie des Diabetes einsetzte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind es dann von Noordens Nachfolger, die maßgeblich an der Entwicklung der Insulinpumpe beteiligt sind. Auch heute ist die Endokrinologie und Diabetologie noch eine im gesamten Bundesgebiet hoch angesehene, chefarztgeführte Fachabteilung des Krankenhauses.

 

Ausbau zum Allgemeinkrankenhaus

Die Diabetesklinik wird schon Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einem Allgemeinkrankenhaus ausgebaut, das neben der Diabetologie die Fachdisziplinen Innere Medizin, Chirurgie mit Unfallchirurgie, Anästhesie, Gynäkologie und Geburtshilfe beherbergt.

1927 sendet der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) die ersten Diakonissen zum Pflegedienst in die Sachsenhäuser Klinik und übernimmt 1932 die Trägerschaft. Am 5. November 1944 werden große Teile des Krankenhauses durch einen Luftangriff zerstört, wobei wie durch ein Wunder kein Mensch verletzt wird. Im Januar 1945 machen sich die Diakonissen mit dem verbliebenen Hab und Gut auf den Weg nach Bad Soden, um dort ein Ausweichkrankenhaus auf die Beine zu stellen. Obwohl der Krankenhausbetrieb von räumlicher Enge und großem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten bestimmt ist, schaffen es die Diakonissen, dass die Patienten in dem 100-Betten-Haus gut versorgt werden. 

Wiederaufbau nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Bald nach Kriegsende nimmt der DGD mit tatkräftiger Unterstützung der Diakonissen in Frankfurt den Wiederaufbau des Sachsenhäuser Krankenhauses in Angriff. Im Oktober 1948 findet das Provisorium in Bad Soden sein Ende und das Privatkrankenhaus Sachsenhausen öffnet wieder seine Pforten.

Die zunächst 160 Betten sind nicht zuletzt auch ein Segen für die Bevölkerung der größtenteils zerstörten Stadt mit ihrer darniederliegenden medizinischen Versorgung. Auch die Krankenpflegeschule, 1929 gegründet und im letzten Kriegsjahr stillgelegt, nimmt noch im Jahr 1945 ihren Betrieb wieder auf. Trotz kaum noch vorhandener finanzieller Mittel gelingt es, die Klinik bis Mitte der fünfziger Jahre nahezu in ihren baulichen Vorkriegszustand zu versetzen. Das Allgemeinkrankenhaus beherbergt nun 340 Betten, und das Residuum der einst ruhmreichen, weltweit bekannten Spezialklinik für Diabetiker bildet eine Fachabteilung für Stoffwechselkrankheiten, die bis 1959 von Eduard Lampés Sohn Hans geleitet wird.

 

Hochmodernes Akutkrankenhaus inmitten von Frankfurt

Stetiger, der Zukunft des Hauses verpflichteter Wandel, der auch in Aus- und Neubauten zum Ausdruck kommt, prägt auch die weitere Geschichte des Krankenhauses. Gewandelt hat sich im Übrigen auch der Klinikname: 73 Jahre nach seiner Gründung wird aus dem Privatkrankenhaus Sachsenhausen 1968 das Krankenhaus Sachsenhausen. Danach wird, mit Eigenmitteln, mit Zuschüssen der Stadt Frankfurt und mit Fördergeldern des Landes Hessen, weiter gebaut und modernisiert – bis heute. 

Heute ist unser Schiffer Campus Teil der Universitätsmedizin Frankfurt. Durch die Übernahme des ehemaligen Krankenhauses Sachsenhausen im Jahr 2025 bleibt Sachsenhausen als Klinikstandort erhalten und leistet als Teil der Universitätsmedizin Frankfurt seinen Beitrag für die medizinische Versorgung der Region.