Main Hypophysencampus Frankfurt – Neues Interdisziplinäres Zentrum am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

Zum 01.01.2026 fiel der Startschuss für die Gründung des Main Hypophysencampus (MHC) am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

Damit entsteht auf Initiative von Prof. Dr. Marcus Czabanka (Direktor der Klinik für Neurochirurgie) und Prof. Dr. Jörg Bojunga (Medizinische Klinik 1, Leiter des Schwerpunktes Diabetologie und Endokrinologie) ein interdisziplinäres Schwerpunktzentrum, welches sich mit Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) beschäftigt. Für die Leitung des Main Hypophysencampus konnte mit Prof. Dr. Jürgen Honegger ein ausgewiesener Experte in der Hypophysenchirurgie gewonnen werden. Mit der Gründung des MHC soll das Universitätsklinikum noch stärker als bisher zentraler Versorger von Patienten mit Hypophysenerkrankungen in Mittel- und Süddeutschland werden. Die Hypophyse wird auch als Mastergland bezeichnet, da sie als übergeordnete hormonelle Schaltzentrale die Hormonausschüttung der nachgeschalteten Hormondrüsen steuert. Die komplexen Tumorerkrankungen der Hypophyse stellen ein Beispiel par Excellence dar für die Notwendigkeit und den Erfolg einer multidisziplinären Behandlungsstrategie (1). Essenziell ist deshalb die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen im MHC. Dazu zählen neben Endokrinologie und Neurochirurgie u.a. Neuroradiologie, Ophthalmologie, Nuklearmedizin, Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Neuropathologie, Neuro-Onkologie und Strahlentherapie.

Damit entsteht auf Initiative von Prof. Dr. Marcus Czabanka (Direktor der Klinik für Neurochirurgie) und Prof. Dr. Jörg Bojunga (Medizinische Klinik 1, Leiter des Schwerpunktes Diabetologie und Endokrinologie) ein interdisziplinäres Schwerpunktzentrum, welches sich mit Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) beschäftigt. Für die Leitung des Main Hypophysencampus konnte mit Prof. Dr. Jürgen Honegger ein ausgewiesener Experte in der Hypophysenchirurgie gewonnen werden. Mit der Gründung des MHC soll das Universitätsklinikum noch stärker als bisher zentraler Versorger von Patienten mit Hypophysenerkrankungen in Mittel- und Süddeutschland werden.

Die Hypophyse wird auch als Mastergland bezeichnet, da sie als übergeordnete hormonelle Schaltzentrale die Hormonausschüttung der nachgeschalteten Hormondrüsen steuert. Die komplexen Tumorerkrankungen der Hypophyse stellen ein Beispiel par Excellence dar für die Notwendigkeit und den Erfolg einer multidisziplinären Behandlungsstrategie (1). Essenziell ist deshalb die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen im MHC. Dazu zählen neben Endokrinologie und Neurochirurgie u.a. Neuroradiologie, Ophthalmologie, Nuklearmedizin, Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Neuropathologie, Neuro-Onkologie und Strahlentherapie.

Da es sich bei Hypophysenerkrankungen um seltene Erkrankungen handelt, wird auch international eine Bündelung der Aktivitäten in großen Zentren (Pituitary Centers of Excellence) gefordert (2), um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten und auch die Aktivitäten in Ausbildung, Wissenschaft und Lehre zu fördern.

Die Idee eines Hypophysencampus beinhaltet auch die Einbeziehung der zuweisenden Kliniken und Praxen in das Gesamtkonzept der Patientenbehandlung und Nachsorge. 

Die Neurochirurgie stellt eine Kerndisziplin des Zentrums dar, denn für die meisten hypophysären Raumforderungen ist die neurochirurgische Operation die Behandlungsmethode der ersten Wahl. Die überwiegende Anzahl der Hypophysentumoren können über einen transsphenoidalen (transnasalen) Zugang entfernt werden. 

Frankfurter Symposium: Periphere Nervenchirurgie 2.0

Im multidisziplinären Team zum funktionellen Erfolg.

29.10.2025, 15:00 bis 20:00 Uhr

Für das 2. Frankfurter Symposium für periphere Nervenchirurgie wurden erneut bewährte und neue Themen zusammengestellt, die die Diagnostik und Dekompression eines eingeengten Nervens, die Wiederherstellung eines verletzten Nervens oder Armnervengeflechtes bis hin zum Ersatz von Muskulatur durch Nerven- oder Muskelumlagerungen inklusive freier Muskeltransplantationen und myoelektrischer Prothetik mit Signalverstärkung adressieren.
Auch das bisher kontroversen Ergebnissen unterlegene Feld des Umgangs mit Neuromen und Schmerzen nach Nervenverletzungen ist als wichtiges Thema in dem Programm vertreten.

Zielgruppen: 

  • Ärztinnen und Ärzte
  • medizinisches Fachpersonal
  • Therapeut*innen
  • Versorgungsfachkräfte

Veranstaltungsort:

BG Unfallklinik Frankfurt
Raum Raum J303
Friedberger Landstraße 430
60389 Frankfurt am Main

Veranstalter:

Prof. Dr. med. Christoph Hirche
Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Rekonstruktive Mikrochirurgie; Hand-Trauma-Center
BGU Frankfurt

Prof. Dr. med. Marcus Czabanka
Direktor der Klinik für Neurochirurgie
Universitätsmedizin Frankfurt

Prof. Dr. med. Uta Meyding-Lamadé
Chefärztin der Klinik für Neurologie
Krankenhaus Nordwest

 

08. Oktober 2025

Mobiler Roboterarm und digitale Bildgebung statt starres Mikroskop-Okular: Ein Exoskop verbessert in der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt die Präzision und Ergonomie im Operationssaal – zum Wohl der Patientinnen ebenso wie der behandelnden Chirurgen.

Minimalinvasive Eingriffe erfordern höchste Präzision. Es kommt auf Milli- und Mikrometer an und darauf, dass Chirurginnen und Chirurgen selbst kleinste Strukturen klar erkennen können. Seit Jahrzehnten sind Operationsmikroskope deshalb unverzichtbare Begleiter in der Chirurgie. In der Klinik für Neurochirurgie der Universitätsmedizin Frankfurt hat nun die neueste Generation dieser Technik Einzug gehalten: ein digitales Exoskop mit hochauflösender 3D-Bildgebung. Es liefert gestochen scharfe, exzellent ausgeleuchtete Bilder des Operationsfeldes auf einem 4K-Monitor und schafft zugleich ergonomisch bessere Arbeitsbedingungen – ein Gewinn für Ärztinnen und Patienten gleichermaßen. Die Technologie mit dieser Ausstattung ist in Hessen bislang einzigartig.

Präzision in 3D
„Mikrochirurgische Eingriffe, wie wir sie hier in der Klinik für Neurochirurgie durchführen, sind Präzisionsarbeit“, erklärt Prof. Dr. Marcus Czabanka, Direktor der Klinik für Neurochirurgie. „Das Aesculap Aeos unterstützt uns mit 3D-Bildgebung und erweitertem Sichtfeld auf dem Monitor. Der Kameraarm des Roboters lässt sich per Fußpedal steuern, so dass die Hände im Operationsbereich stets frei bleiben und der Arbeitsfluss nicht unterbrochen wird. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das noch sicherere Eingriffe und bessere Ergebnisse.“ 

Das Exoskop ersetzt die Arbeit am klassischen Okular. Statt durch ein starres Mikroskop zu blicken, visualisiert das Team den Eingriff über einen großformatigen Bildschirm. Dies eröffnet Vorteile hinsichtlich Ergonomie, Teamarbeit und Lehre. 

Vorteile für den Rücken und die Lehre
Während herkömmliche OP-Mikroskope eine starre, oft belastende Haltung erfordern, erlaubt das Exoskop eine aufrechte und flexible Arbeitsweise. „Operateurinnen und Operateure verbringen mit klassischen Mikroskopen oft Stunden in unbeweglicher Körperhaltung – mit entsprechenden Risiken für Rücken und Nacken“, sagt Dr. Philip Gass, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie. „Das Exoskop schafft hier Abhilfe: Wir arbeiten in natürlicher Haltung in einem offenen Arbeitsfeld. Zugleich können Kolleginnen und Kollegen den Eingriff am Monitor mitverfolgen. Das erleichtert die Ausbildung und verbessert die Kommunikation im OP-Team.“

Teil der Digitalisierungsstrategie
Die Einführung des Exoskops ist ein weiterer Baustein in der Digitalisierungsstrategie der Universitätsmedizin Frankfurt. Über eine digitale Plattform lässt sich das System mit weiteren Geräten und Funktionen vernetzen. Bereits Anfang des Jahres hatte die Klinik für Neurochirurgie einen innovativen 3D-Scanner mit reduzierter Strahlenbelastung in Betrieb genommen. Rückenwind erhält die Modernisierung nicht zuletzt durch den kürzlich abgeschlossenen Umzug in den Neubau an der Universitätsmedizin Frankfurt, in dem nicht nur das Zentrum für Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie von modernster technischer Ausstattung und neu gestalteten Räumen profitiert.

 

Bildmaterial:
(1+2) Prof. Dr. Marcus Czabanka, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, beim Einsatz des neuen Exoskops.
Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos 
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei (Copyright: Dr. Philip Gass).

 

Für weitere Informationen
Dr. Philip Gass
Oberarzt
Klinik für Neurochirurgie
Universitätsmedizin Frankfurt 
Telefon: +49 69 63 01 – 52 95
E-Mail: philip.gass@unimedizin-ffm.de 
Internet: www.unimedizin-ffm.de

In Haus 95 findet seit 17.09.2025 keine Patientenversorgung mehr statt.

Das Zentrum der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie ist umgezogen. Es befindet sich jetzt im Hauptgebäude in den Gebäudeteilen Haus 23 DEF.

Die Notfallaufnahme, auch für neurochirurgische Patientinnen und Patienten, erfolgt ab jetzt ausschließlich über die Zentrale Notaufnahme in Haus 23C (Untergeschoss). 
In Haus 95 findet keine Patientenversorgung mehr statt.

Alle Abteilungen der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologe befinden sich jetzt in Haus 23 DEF. Die neue Verortung im Detail:

  • Hochschul-/ Infusionsambulanz Haus 23 D, Erdgeschoss (EG)

  • Neurochirurgie, Neuroonkologie Haus 23 F, 1. Obergeschoss (1. OG)

  • Intensivstation (E2A) Haus 23 E, 2. Obergeschoss

  • Neuroradiologie Haus 23 D, Untergeschoss (UG)

  • Neurologie (E0A), Stroke Unit und IMC (E0B) Haus 23 E, Erdgeschoss (EG)

Notfälle ab dem 16.09.2025, 08:00 Uhr ausschließlich über die Zentrale Notaufnahme Haus 23 C, UG.

Bessere Sicht in den Körper

03. März 2025

Die Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt setzt seit Kurzem auf eine Technologie, die die intraoperative Bildgebung erleichtert und verbessert. Der Bildgebungsroboter LOOP X kombiniert modernste Technik mit hoher Praxistauglichkeit und bietet sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für das chirurgische Team wichtige Vorteile. 
In Kürze wird das Hightech-Gerät mit der Klinik in den Neubau umziehen.

Der LOOP X, entwickelt vom Münchner Unternehmen Brainlab, ist ein mobiler Bildgebungsroboter, der intraoperative 2D- und 3D-Bildgebung auf Röntgenbasis anfertigt. Mit einer großen Ringöffnung von über einem Meter, der robotischen Beweglichkeit in sechs Achsen und einer kabellosen Bedieneinheit bietet das System eine hohe Flexibilität im Operationssaal. Die Konstruktion berücksichtigt sowohl kleine als auch große Patientinnen und Patienten. Sie ist sogar für Kleinkinder zugelassen, da das System im Gegensatz zu vergleichbaren Geräten keine Gewichtsbeschränkung nach unten aufweist.

Patientenkomfort im Fokus
„Diese Technologie ermöglicht uns nicht nur eine verbesserte Präzision bei komplexen Eingriffen, sondern erhöht auch die Sicherheit und den Komfort für unsere Patientinnen und Patienten“, erklärt Prof. Dr. Marcus Czabanka, Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt. „Patienten können im LOOP X flexibler positioniert werden als in vergleichbaren konventionellen Geräten. Zudem sorgt eine besondere Linse aus Blei dafür, dass die Röntgenstrahlung gebündelt und so ganz gezielt auf die zu untersuchende Zone beschränkt wird – das wird als Kollimation bezeichnet. Dadurch wird die Belastung durch unnötige Strahlung reduziert.“ 

Eine weitere Funktion des Systems trägt dazu bei, die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten zu senken und gleichzeitig die Arbeitsabläufe im Operationssaal zu beschleunigen: Die direkte Fusion von intraoperativen Scans mit präoperativen MRT-Aufnahmen macht einen zusätzlichen CT-Scan überflüssig. 

Effiziente Bedienbarkeit und Kompatibilität
Der Bildgebungsroboter ist nicht starr fixiert, sondern besitzt neben einem kompakten Maß und geringerem Gewicht eine bewegliche Scan-Einheit. „Für uns als operatives Team bedeutet diese Flexibilität und praktische Ergonomie einen Gewinn an Arbeitskomfort“, sagt Dr. Philip Gass, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie. „Die enge Kooperation mit dem Institut für Neuroradiologie erlaubt es, das Gerät im OP autark anwenden zu können, sodass ein reibungsloser Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich ist.“

Neue Maßstäbe im Klinikneubau
Der Neubau der Universitätsmedizin Frankfurt bietet der Klinik für Neurochirurgie die passende Umgebung, um neue Geräte wie den Bildgebungsroboter optimal zu nutzen und ihre medizinische Expertise in einer hochmodernen Infrastruktur weiterzuentwickeln. „Mit der Einführung der neuen Technologie und dem bevorstehenden Umzug in den Klinikneubau setzen wir konsequent auf Modernisierung und Innovation“, betont Prof. Dr. Czabanka. „Langfristige Spitzenleistungen in der Neurochirurgie erreichen wir nur, wenn wir präzise Diagnostik und effektive Therapien anbieten und zugleich eine Arbeitsumgebung schaffen, die es unserem Team ermöglicht, diese hohe Behandlungsqualität jeden Tag zu gewährleisten.“ 

 

Bildmaterial:

Download unter: https://www.unimedizin-ffm.de/pressefotos
Der Abdruck der Fotos ist kostenfrei (Copyright: Dr. Philip Gass).

 

Für weitere Informationen:
Dr. Philip Gass
Oberarzt
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Universitätsmedizin Frankfurt
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E-Mail: philip.gass@unimedizin-ffm.de
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