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Phänotypische Plastizität forensisch relevanter Fliegenarten in Abhängigkeit vom genutzten Nahrungssubstrat

Für die Begutachtung als Referenz dienenden Entwicklungsdaten wurden und werden im Labor für eine Vielzahl von (in der Regel konstanten) Temperaturbedingungen erhoben. Es ist selbstverständlich, dass hier kein humanes Gewebe in den Wachstumsstudien im Labor Verwendung finden kann und der bestmögliche Kompromiss gefunden werden muss. Als Nahrung dienen den Larven dabei die unterschiedlichsten tierischen Gewebe diverser Vertebraten wie Rinder- und Schweinehackfleisch, ganze Kadaver kleiner Nagetiere oder Fisch. In den letzten Jahren ist dabei die Frage in den Fokus der Untersuchungen gerückt, inwieweit die in der Regel auf Leber oder Hackfleisch bovinen und porcinen Ursprungs generierten Entwicklungsdaten von Schmeißfliegen die Gewebevielfalt eines Kadavers widerspiegeln und in Abhängigkeit der von den juvenilen Stadien genutzten Gewebetypen möglicherweise Variationen der Wachstumsraten auftreten können. Aus diesem Grund werden die Auswirkungen sechs verschiedener Nahrungstypen auf die Wachstumsraten der zwei in Mitteleuropa forensisch wichtigsten Fliegenarten, den Schmeißfliegen Calliphora vicina und Lucilia sericata, untersucht. Die Aufzucht wird verschiedene Temperaturen berücksichtigen.