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Inhalte auf dieser Seite: Direktoren - Dr. Senckenbergisches Institut für Pathologie (SIP)
Direktoren - Dr. Senckenbergisches Institut für Pathologie (SIP)
Carl Weigert studierte von 1862 bis 1868 Medizin an den Universitäten Berlin, Wien und Breslau. 1866 wurde er in Berlin promoviert. Von 1868 bis 1870 war Weigert Assistent bei Heinrich Wilhelm Waldeyer in Breslau. Er nahm am Deutsch-Französischen Krieg (1870–71) teil. Von 1871 bis 1874 war er klinischer Assistent von Hermann Lebert in Breslau. 1874 wurde er Assistent bei Julius Friedrich Cohnheim (1839–1884) am Pathologischen Institut der Universität Breslau, 1875 wurde er dort für Pathologie habilitiert. 1878 folgte er Cohnheim nach Leipzig, wo er 1879 zum außerordentlichen Professor für Pathologie ernannt wurde. Die Nachfolge auf das Ordinariat seines akademischen Lehrers wurde ihm nach dessen Tod aufgrund seiner jüdischen Herkunft verweigert. 1885 wurde er zum ordentlichen Professor für pathologische Anatomie und Direktor des Pathologisch-Anatomischen Instituts der Senckenbergischen Stiftung in Frankfurt am Main berufen, wo er bis zu seinem Tod verblieb. 1899 erhielt er den Titel Geheimer Medizinalrat und wurde zum Ehrenmitglied des neu begründeten Instituts für Experimentelle Therapie der Senckenbergischen Stiftung ernannt. Weigert assistierte Cohnheim bei vielen seiner Forschungsarbeiten und veröffentlichte viel über die Darstellung von Bakterien durch Mikroskopie. Es entstanden grundlegende Arbeiten zur Entzündungslehre, zur Koagulationsnekrose und zu Infektionserkrankungen (Tuberkulose, Pocken). Er gab der Bakteriologie und Neuropathologie durch Einführung diverser Färbetechniken, etwa 1882 der Markscheidenfärbung, wesentliche Impulse. Zur Darstellung elastischer Fasern entwickelte er die Elastika-Färbung. Carl Weigert starb 1904 und wurde auf dem jüdischen Friedhof an der Rat-Beil-Straße in Frankfurt am Main beigesetzt (Grablage: Block 66). Weigert war ein Cousin von Paul Ehrlich und weckte dessen Interesse an histologischen Färbungen.
Aktuelle Impressionen - Dr. Senckenbergische Institute für Pathologie & Humangenetik
Historische Besonderheiten der Pathologie in Frankfurt
Johann Christian Senckenberg war ein deutscher Arzt, Stifter, Naturforscher und Botaniker. Nach seinem Studium war Senckenberg in Frankfurt als Arzt tätig. Nachdem er dreimal geheiratet hatte und alle seine Ehefrauen und Kinder verstorben waren, widmete er sich seiner Stiftung. Als Begründer der Dr. Senckenbergischen Stiftung im Jahr 1763 legte er den Grundstein für das Bürgerhospital Frankfurt. Die Eröffnung des Hospitals konnte er nicht mehr erleben. Er starb 1772 bei einer Begehung des Baugeländes. Senckenberg ist heute unter anderem Namensgeber der Dr. Senckenbergischen Institute für Pathologie & Humangenetik.
Auszug aus dem Institut für Stadtgeschichte, V48_709, Blatt 77; Schreiben von Moritz N. Oppenheim, Reuterweg 3a, Frankfurt a.M., 7. Oct. 1907:
An die verehrt. Administration der Dr. Senckenberg’schen Stiftung Hier
Anläßlich des Einzug’s in das neue Gebäude überreiche ich hiermit ein, von Herrn Maler H. Wetzel gefertigtes Bild des alten Institut’s.
In Erinnerung an die so ehrwürdige Stätte und an die Männer die daselbst gewirkt haben, möge dies Bild stets im Zimmer des Director’s des Pathologischen Institut’s seinen Platz finden. Sollte dies dereinst einmal nicht mehr möglich sein, drum soll das Bild in den Besitz der Stadt übergehen.
Mit ausgezeichneter Hochachtung,
Moritz N. Oppenheim
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