Aktuelles

UKF als Ausbildungsstätte für Spezielle Stroke Unit Pflege zugelassen

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) hat die Universitätsmedizin Frankfurt als Ausbildungsstätte für den Qualifikationslehrgang Spezielle Pflege auf Stroke Units („Stroke Nurse Training“) zugelassen. Der Antrag hierzu wurde gemeinsam durch die Klinik für Neurologie und den Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main mit Unterstützung des Vorstands des Universitätsklinikums gestellt. Damit wird Frankfurt für diesen Qualifikationslehrgang die allererste Ausbildungsstätte in Hessen überhaupt, was die besondere Rolle der Klinik in der überregionalen Schlaganfallversorgung unterstreicht. Die „Stroke Nurse“ Weiterbildung vermittelt Pflegefachpersonen vertieftes Wissen zur Versorgung von Schlaganfallpatienten auf Stroke Units. Der Qualifikationslehrgang umfasst mindestens fünf Blockwochen mit insgesamt über 200 Unterrichtsstunden à 45 Minuten, verteilt auf 6–12 Monate. Schwerpunkte sind die präzise Überwachung neurologischer Symptome, das Erkennen und Handeln bei Komplikationen sowie die frühe Mobilisation und rehabilitative Pflege. Zudem werden Kenntnisse zu Risikofaktoren, Prävention und patientenorientierter Beratung vermittelt. Ziel ist es, die Pflegequalität durch fachlich fundiertes Handeln zu steigern und Patienten wie Angehörige individuell zu begleiten. Die Stroke Nurse ist ein wichtiger Bestandteil des multiprofessionellen Teams und unterstützt eine strukturierte, leitliniengerechte Behandlung im Akut- und Rehabilitationsverlauf. Die Weiterbildung ist zudem Voraussetzung für die Zertifizierung von Stroke Units und Überwachungseinheiten durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

RTL Beitrag über Epilepsiechirurgie- „17.3.2016 - Life Starts Now!“

Kürzlich wandte sich Herr D., 31 Jahre an uns, der am 16.3.2016 bei uns einen epilepsiechirurgischen Eingriff erhielt, um sich für die gewonnene Anfallsfreiheit und Lebensqualität zu bedanken. Er hatte im 7. Lebensjahr eine im Verlauf medikamentenrefraktäre fokale Epilepsie entwickelt. 2015 stellte er sich dann bei uns vor und erhielt eine prächirurgische Diagnostik. Es erfolgte die interdisziplinäre Entscheidung zur anterioren Temporallappenresektion rechts, die am 16.3.2016 in der Klinik für Neurochirurgie durchgeführt wurde. Seither ist der Patient komplett anfallsfrei, hat den Führerschein gemacht und nun, nach 10 Jahren alle Medikament abgesetzt. Er führt nun wieder ein normales selbstbestimmtes Leben ohne Medikamente und ohne Einschränkungen. RTL Hessen hat hierzu einen Beitrag gemacht: „17.3.2016 - Life Starts Now!“

Busaktion Konstabler Wache

Am 30. Juni machte die bundesweite „Rote Bus“-Tour der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Station auf der Frankfurter Hauptwache – mit großem Erfolg. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über das Thema Schlaganfall zu informieren. Im Mittelpunkt der Aktion stand die Aufklärung über Risikofaktoren, Früherkennung und Notfallverhalten. Neben der Neurologie des Universitätsklinikums Frankfurt waren auch die Kardiologie und Diabetologie vertreten. Praxisnahe Informationen und persönliche Gespräche standen dabei im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher konnten vor Ort wichtige Gesundheitswerte wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin messen lassen und ihr individuelles Schlaganfall-Risiko besser einschätzen. Besonders wertvoll: Der direkte Austausch mit medizinischem Fachpersonal, das konkrete Tipps zur Prävention und Lebensstiländerung gab. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse und zeigte, wie groß der Informationsbedarf rund um das Thema Schlaganfall weiterhin ist. Denn obwohl jedes Jahr hunderttausende Menschen in Deutschland betroffen sind, werden erste Warnzeichen wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen häufig zu spät erkannt. Die Initiative hat einmal mehr bewiesen: Aufklärung kann Leben retten. Wir danken allen Beteiligten, insbesondere unseren Studierenden, für ihr Engagement – und hoffen, dass die vermittelten Informationen nachhaltig Wirkung zeigen.

Beitrag zum Welt-Multiple-Sklerose Tag 30.05.2025

Weltweit sind ca. 3 Mio Menschen von Multiple Sklerose betroffen. In den letzten 20-30 Jahren hat sich die Forschung und somit die Behandlungsmöglichkeiten deutlich weiterentwickelt. Unter der Leitung von PD Dr. Dr. Yavor Yalachkov behandelt unser Schwerpunkt Multiple Sklerose und Neuroimmunologie hunderte Patienten im Jahr mit komplexen Verläufen. Ziel ist es eine bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen mit möglichst wenig Einschränkungen in Studium oder Ausbildung, Beruf, Sport, Hobbies und Familienplanung. 

PD Dr. Dr. Yavor Yalachkov wurde von der Hessenschau und vom SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen (SAT.1) anlässlich des Welt-MS Tages interviewt. 

Beitrag des Sat1 zum Thema Magnettherapie nach Schlaganfall

In Deutschland erleiden pro Jahr ca. 270000 Menschen eine Schlaganfall, welcher häufig zu einer Behinderung führt. Neben der herkömmlichen multiprofessionellen Frührehabilitation kommt bei uns hier in Frankfurt seit kurzen die sog. transkranielle Magnetstimulation (TMS) zum Einsatz mit dem Ziel, das Gehirn “anzuregen”, neue Netzwerke zu bilden und somit ein verbessertes Outcome der Rehabilitation zur Folge hat. Hierzu hat das Sat1 Regionalmagazin für Hessen und Rheinland-Pfalz einen Bericht gebracht, den wir hier gerne mit Ihnen teilen

10 Jahre Epilepsiezentrum Frankfurt Rhein-Main 21.05.2025

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Epilepsiezentrum Frankfurt Rhein-Main lud die Klinik für Neurologie mit den Leitern des Zentrums, Prof. Dr. Felix Rosenow und Prof. Dr. Susanne Schubert-Bast, zu einem Symposium “Aktuelle Epileptologie & Schlafmedizin” ein. 

Neben einer großen Spezialambulanz für Epilepsie und Schlafmedizin, behandelt das Epilepsiezentrum jährlich 400 Patienten und Patientinnen stationär im differentialdiagnostischen und prächirurgischen Video-EEG Monitoring oder in Epilepsiekomplexbehandlungen. Seit 10 Jahren ist es zudem ein zertifiziertem Schlaflabor der deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin. 

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Schülerinnen und Schüler leiten eine Station

Der Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main und die Universitätsmedizin Frankfurt setzen neue Maßstäbe in der Pflegeausbildung. Am 25. Februar 2025 übernahmen Auszubildende im Rahmen des Projekts „Schülerinnen und Schüler leiten eine Station“ für fünf Wochen mit Unterstützung von erfahrenen Fachkräften die Verantwortung für die Station 95-7 des ZNN. Sie organisierten den Pflegealltag selbständig, trafen Entscheidungen im Pflegeprozess und erlebten so hautnah die Herausforderungen und Chancen des Pflegeberufs. Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Frankfurt, Thorsten Schumacher, Pflegedienstleitung der Neurologie, sowie Andrea Schween, Schulleitung der GoethePflegeakademie am Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main initiiert und mit der Klinikleitung abgestimmt. Folgende Ziele liegen dem Projekt zu Grunde: 
- Steigerung der Ausbildungsqualität und der Zufriedenheit der Auszubildenden 
- Frühe Übernahme von Pflegeprozessverantwortung, um Selbständigkeit zu fördern 
- Praxisnahe Erfahrungen im realen Pflegealltag 
- Einblicke in Leitungsrollen, um Führungskompetenzen zu entwickeln
Folgende Vorteile werden für alle Beteiligten erwartet: 
- Auszubildende erleben Selbstwirksamkeit, eine steile Lernkurve und eine intensive Verzahnung von Theorie und Praxis 
- Patientinnen und Patienten profitieren von einer engagierten, individuellen Betreuung 
- Die Klinik stärkt ihre Attraktivität als Ausbildungsort und bindet langfristig qualifiziertes Personal. 
Mit dem Projekt „Schülerinnen und Schüler leiten eine Station“ setzen die Universitätsmedizin und der Gesundheitscampus ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung. Die gewonnenen Efahrungen sollen langfristig in die Ausbildungskonzepte des Gesundheitscampus Universitätsmedizin Frankfurt Rhein-Main e

Eröffnung des CoBICs

Am 13.03.2025 fand die offizielle Eröffnung des CoBIC Gebäude statt. Dieses HochtechnologieZentrum ist ein Kooperationsprojekt der Goethe Universität, der Max-Planck-Gesellschaft und dem Ernst-Strüngmann-Institut für Neurowissenschaften, und dient der Erforschung des Gehirns mit Hilfe von bildgebenden Verfahren. Dafür kommen zwei 3-Tesla-MRT Scanner und ein 7-Tesla-MRT Scanner zum Einsatz sowie ein Magnetenzephalograph (MEG). Als infrastrukturelle Core-Facility steht sie allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Frankfurt zur Verfügung, die sich mit der Entstehung und Therapie von Erkrankungen des Gehirns beschäftigen. Die ersten Arbeitsgruppen der Klinik für Neurologie haben ihre Büros bereits bezogen und mit der Durchführung von wissenschaftlichen Studien begonnen. Bei der Eröffnungsfeier wurde das Gebäude offiziell vom Direktor des Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Thomas Platte, mit einem symbolischen Schlüssel an die Betreiber des Gebäudes sowie Vertretern der Hessischen Landesregierung übergeben. Prof. Wolf Singer von der Max-Planck-Gesellschaft hielt die Festrede.

Kongress für Klinische Neurowissenschaften – DGKN25 in Frankfurt

Zum insgesamt dritten Mal seit 2021 – und zunächst auch zum letzten Mal - fand der Kongress für Klinische Neurowissenschaften in Frankfurt statt. Nach Prof. Grefkes-Hermann im Jahr 2024 durfte Frau Prof. Dr. Susanne Schubert-Bast aus unserem Epilepsiezentrum den Jahreskongress der DGKN nun an gleicher Stelle mit neuem Kongressschwerpunkt ausrichten. Unterstützt in der Kongressplanung wurde sie neben Dr. Catrin Mann als Kongresssekretärin dabei von vielen Mitgliedern der Klinik für Neurologie, insgesamt haben 18 Kolleginnen und Kollegen aus Neurologie und Logopädie aktiv das Programm mitgestaltet und noch mehr am Programm teilgenommen – herzlichen Dank dafür! Hinzu kam ein hervorragendes Symposium aus der Klinik für Psychiatrie – das spricht für die Frankfurter Exzellenz in der Neuroszene. Der Kongress 2025 stand unter dem Motto „Lebenslanges Lernen – von Entwicklung zur Reorganisation“, und wir haben spannende Tage voller Wissen, Austausch und Innovation erlebt. Über 1000 Teilnehmer kamen zum Kongress am Kap Europa der Frankfurter Messe. Zu den Keynote Lectures gehörten spannende Vorträge über Brain-Computer Interfaces von Frank Willett (Stanford, USA) und ICU EEG Monitoring bei Kindern (Cecil Hahn, Toronto). Das Präsidenten-Symposium unter dem Vorsitz von Susanne Schubert-Bast beleuchtete Themen wie die Lernphysiologie in der Entwicklung des menschlichen Gehirns, neuronale Plastizität und die Auswirkungen von Epilepsie. Neben weiteren Symposien gestalteten Frankfurter Kollegen auch zahlreiche Kurse der Fortbildungsakademie mit, unter anderem sehr erfolgreich den ersten Frankfurter FEES-Basiskurs (unter der Leitung von PD Dr. Lapa und PD Dr. Willems) sowie Hands-On-Kurse der Jungen Klinischen Neurophysiologen (unter der Leitung von Dr. Kienitz). Frau Dr. Tscherpel und Prof. Grefkes-Hermann vermittelten neue Skills im TMSGanztageskurs. Im Video- und Diagnostikforum unter dem Vorsitz von Prof. Strzelczyk haben unter anderem Frau Krayem und Frau Dr. Hock Fälle aus der Klinik für Neurologie vorgestellt. Den Abschluss des Kongresses bildete erneut eine Public Lecture, welche von Prof. Grefkes-Hermann, Frau Prof. Schubert-Bast und PD Dr. Dr. Yalachkov gestaltet wurde und der Öffentlichkeitsarbeit und insbesondere der laienverständlichen Informationsvermittlung diente. Der Kongress wurde in Frankfurt überhaupt erst ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Dr. Senckenberg und der Reiss-Stiftung. Im nächsten Jahr findet der DGKN26 Jahreskongress in Augsburg vom 25. Februar bis 27. Februar 2026 statt – ab Mitte Mai können wieder Symposien eingereicht werden. Das Programm wird neben neurowissenschaftlichen Symposien deutlichere Fortbildungsschwerpunkte setzen, seien Sie also gern wieder zahlreich dabei.

Bericht zur Behandlung mit TMS nach Schlaganfall

Mit einem Bericht in der Hessenschau berichten Prof. Dr. med. Christian Grefkes-Hermann, Klinikdirektor und Dr. med. Caroline Tscherpel, Oberärztin, von der transkraniellen Magnetstimulation im Kontext der Rehabilitation nach stattgehabtem Schlaganfall. Mittels transkranieller Magnetstimulation in Kombination mit der klassischen Rehabilitation kann das funktionelle Outcome von Patienten und Patientinnen verbessert werden. 

Veranstaltungen

Adventssymposium- Update Neurologie

Herzliche Einladung zum

“Adventssymposium- Update Neurologie”
06. Dezember 2025
Evangelische Akademie am Römer, Frankfurt

Bereits stattgefunden: Symposium Neuroimmunologie und Neuroonkologie

“Symposium Neuroimmunologie und Neuroonkologie”
06. September 2025
Evangelische Akademie am Römer, Frankfurt

Bereits stattgefunden: Frankfurter Neurologie Symposium 21.05.2025

“Aktuelle Epileptologie und Schlafmedizin”
21. Mai 2025
Evangelische Akademie am Römer, Frankfurt