Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Bereich Suchtmedizin
Adresse
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Frankfurt
Heinrich-Hoffmann-Straße 10
60528 Frankfurt am Main
Kontakt
Leitung Bereich Suchtmedizin
Dr. med. Mathias Luderer (OA)
luderer@med.uni-frankfurt
Der Bereich Suchtmedizin an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie – Zentrum für psychische Gesundheit der Universitätsmedizin Frankfurt – bietet Menschen mit Problemen durch Substanzkonsum evidenzbasierte Beratung, Diagnostik und Behandlung auf universitärem Niveau: ambulant, teilstationär und stationär, eng verzahnt und entsprechend der aktuellen Leitlinien. Unter der oberärztlichen Leitung von Dr. med. Mathias Luderer verbinden wir die Betreuung unserer Patientinnen und Patienten mit hochrangiger Forschung und Lehre.
Über den Bereich
Wir behandeln vor allem Alkohol-, Medikamenten- und Cannabisabhängigkeit. Unsere klinischen Schwerpunkte umfassen die Diagnostik und Behandlung der ADHS bei gleichzeitiger Abhängigkeitserkrankung, Traumafolgestörungen und Sucht, Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation sowie das Themenfeld „Sucht und Sexualität" (einschließlich „ChemSex").
Wir begegnen allen Patientinnen und Patienten wertschätzend und vorurteilsfrei – als bewusstes Gegengewicht zu den Stigmatisierungserfahrungen, die viele Menschen mit einer Suchterkrankung machen. Als Teil eines universitären Maximalversorgers behandeln wir bei Bedarf auch schwere körperliche Begleiterkrankungen interdisziplinär mit.
Suchtmedizinische Ambulanz
In unserer suchtmedizinischen Ambulanz erhalten Sie Beratung, Diagnostik und Therapie bei Problemen mit oder durch Substanzkonsum. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam Ihre Situation und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte. Wir beraten Sie zu ambulanten Behandlungs- und Weiterbehandlungsmöglichkeiten – einschließlich medikamentöser Rückfallprophylaxe. Bei Bedarf planen wir eine stationäre Aufnahme oder begleiten Sie nach einem stationären Aufenthalt weiter.
Suchtmedizinische Ambulanz
MehrSuchtmedizinische Station (93-8)
Auf unserer offen geführten Station 93-8 führen wir den qualifizierten Entzug bei Alkohol-, Medikamenten- und Cannabisabhängigkeit durch. Für Patientinnen und Patienten, deren Abhängigkeit eng mit einer weiteren psychischen Erkrankung verknüpft ist, bieten wir ein achtwöchiges Intensivprogramm an; ergänzend sind kurzzeitige Kriseninterventionen und integriert-teilstationäre Behandlungen möglich.
Suchtmedizinische Station (93-8)
MehrForschung, Lehre und Engagement
Als bundesweit führende Forschungsgruppe für die Komorbidität von ADHS und Substanzkonsumstörungen setzen wir wissenschaftliche Standards über das internationale Netzwerk ICASA und die Mitarbeit an nationalen und internationalen Leitlinien.
Ein neues großes Projekt stellt die Behandlung der Crackabhängigkeit und deren Auswirkungen im Frankfurter Bahnhofsviertel dar. Damit sind wir bundesweit das erste Zentrum, das den Ansatz der Substitution in einer durch das Land Hessen geförderten klinischen Studie bei Personen mit Crackabhängigkeit untersucht. Weitere innovative Teilprojekte (Behandlung von Personen mit Crackabhängigkeit und Psychose, „Drug-Checking in vivo“) werden durch die Stadt Frankfurt am Main gefördert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forschung zu Craving in virtueller Realität und die Modifikation von Craving.
Suchtmedizinische Inhalte sind fester Bestandteil unserer Lehre. Darüber hinaus bringen wir suchtmedizinische Expertise in Gremien (u. a. als Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen, im Vorstand der DG-Sucht und von ICASA), in Leitmedien und in gesundheitspolitische Anhörungen ein.
Forschungsgruppe ADHS & Substance Abuse
MehrBeratung und Behandlung statt Strafe
– Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main kann in manchen Betäubungsmittelverfahren von einer Geldstrafe absehen, wenn Sie stattdessen ein suchtmedizinisches Beratungsgespräch wahrnehmen. Wir bieten dafür Termine an.