Dig. UKF 1.0

Dig. UKF 1.0 legte den Grundstein für die Digitalisierung am Universitätsklinikum Frankfurt. Im Zentrum standen die Vernetzung bestehender Systeme, die Einführung des FHIR-Standards für die Interoperabilität und die Entwicklung neuer Anwendungen für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende. Wichtige Projekte waren unter anderem ein systemübergreifendes Dashboard für Patiententransfers, Echtzeit-Tracking von Patienten, ein Patientenportal, eine KI-Plattform für Antibiotic Stewardship und strategische Steuerungstools. Ziel war es, Versorgungssicherheit, Effizienz und Datenverfügbarkeit zu verbessern – sowohl für die Patientenversorgung als auch für Forschung und Lehre.

Förderzeitraum und Ausgangssituation

Das Projekt startete auf Basis der Strategie „Digitales Hessen“: Am 10.09.2018 wurde ein Antrag auf Fördermittel beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) gestellt, der mit Bescheid vom 16.11.2018 positiv beschieden wurde. Geplant war eine Laufzeit von fünf Jahren (2018–2022) mit 14 Teilprojekten, die unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung am UKF abdeckten. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und einer IT-Havarie im Oktober 2023 wurde das Projekt zweimal kostenneutral bis Ende 2024 verlängert. Über die gesamte Laufzeit wurden 21,25 Mio. € Fördermittel eingesetzt.

Ziele

Das Dig. UKF 1.0 verfolgte fünf Schwerpunkte:

  1. Ausbau der digitalen Infrastruktur des UKF
  2. Transsektorale Vernetzung der Versorgung
  3. Unterstützung der Mitarbeitenden durch digitale Werkzeuge
  4. Translationale Verknüpfung der Forschung
  5. Integration der Lehre

Ziel war es, Versorgungsqualität und Patientensicherheit zu verbessern, Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und Forschung und Lehre durch digitale Lösungen zu unterstützen.

Projektinhalt

Das Dig. UKF 1.0 ist ein umfangreiches Digitalisierungsprogramm, das Krankenhaus-IT, klinische Prozesse, Patientenversorgung und Forschung vernetzt. 14 Teilprojekte in vier Clustern (medizinisches Cluster, IT-Infrastruktur, SAP APM, Interoperabilität) wurden umgesetzt. Die IOP-Suite dient als zentrale Plattform, die Daten aus allen Quellsystemen interoperabel zusammenführt. Digitale Tools wie Patientenportal, Messengerlösung, KI-Plattform, Dashboards, Apps zur Navigation und Medikationsmanagement wurden eingeführt, um Prozesse zu automatisieren, Transparenz zu schaffen und die Patientenversorgung zu stärken.

Ergebnisse

  • Patientenversorgung: Patientenportal und PROM-Fragebögen zur besseren Einbindung der Patientinnen und Patienten; KI-gestützte Systeme (Antibiotic Stewardship, Orbis Medication) für höhere Therapiesicherheit.
  • Mitarbeiterunterstützung: Echtzeit-Dashboards für Patiententracking und Ressourcensteuerung, Self-Service-Portale für IT-Assets und Verwaltungsprozesse.
  • IT-Infrastruktur: Stabiler, interoperabler Netzwerkaufbau, Ausbau WLAN und Server, Aufbau eines Datenintegrationszentrums (DIZ) für Forschung und Lehre.
  • Prozessoptimierung & Sicherheit: Reduzierung redundanter Prozesse, transparente Medikationsprozesse, Grundlage für digitale Innovationen wie das Hospital Command Center.

Fazit

Das Dig. UKF 1.0 hat die Digitalisierung am Universitätsklinikum Frankfurt maßgeblich vorangebracht, Strukturen für patientenzentrierte Versorgung, Mitarbeitendenentlastung, Forschung und Lehre geschaffen und die Basis für die nächste Innovationsstufe gelegt. Aufbauend auf diesen Erfolgen wird die Digitalisierung nun in „Digitales UKF 2.0 – Der Digitale Zwilling der Zukunft“ fortgesetzt. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Projekts.