Was sind neuroendokrine Tumoren? Krankheitsbild und Ursachen

Neuroendokrine Tumoren (NET) entstehen aus Zellen des hormonbildenden Systems, die in vielen Organen vorkommen – etwa im Magen-Darm-Trakt, in der Lunge oder in der Bauchspeicheldrüse. Diese Tumoren können gutartig oder bösartig sein und zeigen ein sehr unterschiedliches Wachstumsverhalten.

Besonders häufig treten sogenannte gastroenteropankreatische NET (GEP-NET) auf, die vor allem Bauchspeicheldrüse und Dünndarm betreffen. Seltener sind bronchiale NET in der Lunge oder Tumoren in anderen Organen wie Leber oder Nieren.

Da neuroendokrine Tumoren häufig Hormone produzieren, können sie verschiedene Beschwerden verursachen – zum Beispiel Hitzewallungen, Durchfall, Hautrötungen oder Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Diese unspezifischen Symptome erschweren die Diagnose, weshalb eine spezialisierte Abklärung entscheidend ist.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Die Diagnose eines neuroendokrinen Tumors erfolgt mithilfe moderner Bildgebungsverfahren wie CT, MRT oder PET-CT sowie durch Blut- und Urinuntersuchungen, in denen typische Tumormarker (z. B. Chromogranin A) nachgewiesen werden. Auch Gewebeproben und endoskopische Untersuchungen tragen zur genauen Einordnung bei.

Die Behandlung von NET richtet sich nach Tumorart, Stadium und Hormonaktivität. Im Mittelpunkt steht, wenn möglich, die chirurgische Entfernung des Tumors. Ergänzend können Chemotherapie, Strahlentherapie, zielgerichtete Medikamente oder eine Peptid-Rezeptor-Radiotherapie (PRRT) zum Einsatz kommen. In bestimmten Fällen helfen lokale Verfahren wie Ablation oder Embolisation, das Tumorwachstum zu bremsen.

Die Therapie erfolgt stets interdisziplinär – in enger Zusammenarbeit von Chirurgie, Onkologie, Endokrinologie, Gastroenterologie und Radiologie. Dieses abgestimmte Vorgehen gewährleistet eine individuell angepasste und umfassende NET-Behandlung an der Universitätsmedizin Frankfurt.

Unsere Expertise in der NET-Chirurgie und interdisziplinären Therapie

Die Universitätsmedizin Frankfurt bietet ein spezialisiertes Zentrum für die Therapie neuroendokriner Tumoren. Unsere erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte kombinieren modernste operative Techniken mit innovativen medikamentösen Verfahren. Dank unserer engen Anbindung an Forschung und klinische Studien profitieren Patientinnen und Patienten von neuen Therapieansätzen und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Behandlungsstrategien.

Die Universitätsmedizin Frankfurt ist damit ein zentraler Ansprechpartner für die NET-Therapie in Frankfurt am Main – von der Diagnostik über die Operation bis zur Nachsorge.

Früherkennung und Vorsorge

Frühe Symptome wie unklare Bauchschmerzen, Gewichtsverlust oder hormonelle Veränderungen sollten ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden. Je früher ein neuroendokriner Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Regelmäßige Kontrollen bei Risikopatientinnen und -patienten sowie die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen ermöglichen eine frühzeitige Diagnose – und erhöhen damit die Erfolgsaussichten der Behandlung erheblich.

Kontakt und Terminvereinbarung

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