Was sind Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs? Krankheitsbild und Ursachen
Speiseröhren- und Magenkrebs sind bösartige Tumoren, die in den jeweiligen Organen entstehen können. In frühen Stadien lassen sich manche Tumore endoskopisch entfernen, bevor eine Operation nötig wird. Bei fortgeschrittenen Befunden oder Beteiligung von Lymphknoten ist häufig eine operative Entfernung erforderlich.
Gutartige Veränderungen, etwa von Speiseröhre oder Magen, kommen seltener vor und können meist lokal behandelt werden, ohne größere Organanteile zu entfernen.
Speiseröhre
Ein Speiseröhrenkarzinom wird, je nach Stadium, endoskopisch oder operativ behandelt. Bei größeren Tumoren oder Lymphknotenbeteiligung kann eine vorherige Chemotherapie oder Strahlentherapie die Heilungschancen erhöhen.
Die operative Teilentfernung erfolgt bei fortgeschrittenen Tumoren sowohl über Bauch- als auch Brustzugang. Als Ersatz wird meist ein Schlauchmagen verwendet, in seltenen Fällen der Dickdarm. Dank minimalinvasiver Techniken und roboterassistierter Verfahren kann diese komplexe Operation bei Speiseröhrenkrebs besonders schonend durchgeführt werden.
Magen
Auch bei Magenkrebs ist die frühzeitige endoskopische Entfernung möglich. Bei größerem Tumorbefund erfolgt die Magenkrebs-Therapie an der Universitätsmedizin Frankfurt durch eine operative Entfernung inklusive systematischer Lymphdissektion. Teilweise wird der Magen erhalten, um die Funktion zu sichern.
Fast alle Eingriffe werden minimalinvasiv oder roboterassistiert durchgeführt, was eine schnellere Erholung und geringere Schmerzen ermöglicht.
Reflux
Die Refluxkrankheit kann langfristig die Speiseröhre schädigen und ist ein Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs. Neben medikamentöser Therapie kann eine operative Anti-Reflux-Operation gegen Sodbrennen sinnvoll sein, besonders bei großen Zwerchfellbrüchen oder unzureichender Wirkung von Medikamenten. Der Eingriff wird minimalinvasiv durchgeführt, ist risikoarm und ermöglicht einen kurzen Klinikaufenthalt.