Was sind Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenniere? Krankheitsbild und Ursachen
Schilddrüse und Nebenniere sind endokrine Organe, die lebenswichtige Hormone produzieren. Störungen können zu Über- oder Unterfunktionen sowie zu gut- oder bösartigen Tumoren führen. Ursachen sind häufig genetisch, autoimmun oder durch autonome Zellveränderungen bedingt.
Erkrankungen der Schilddrüse
- gutartige Knoten und Strumen
- Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow
- Schilddrüsenkrebs, z.B. papillär, follikulär, medullär oder anaplastisch
Erkrankungen der Nebenniere
- hormonproduzierende Tumoren (z. B. Conn-Adenom, Phäochromozytom, Cushing-Syndrom)
- nicht-hormonproduzierende Nebennierenrindenkarzinome
- Zufallsbefunde („Inzidentalome“)
Häufigkeit
Schilddrüsenknoten gehören zu den häufigsten endokrinen Veränderungen: Etwa jeder dritte Erwachsene weist sonographisch einen Knoten auf. Nebennierentumoren sind seltener, werden aber durch moderne Bildgebung immer häufiger als Zufallsbefund entdeckt.
Symptome
Viele Erkrankungen bleiben lange symptomlos. Die Symptome sind oft unspezifisch oder entwickeln sich schleichend. Mögliche Beschwerden sind:
Schilddrüse
- Halsdruck, Schluckbeschwerden
- Herzrasen, Gewichtsverlust bei Überfunktion
- Müdigkeit, Gewichtszunahme bei Unterfunktion
Nebenniere
- Phäochromozytom: Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche
- Cushing-Syndrom: Gewichtszunahme, Muskelschwäche, Blutzuckererhöhung
- Conn-Syndrom: Elektrolytverschiebungen, Bluthochdruck
Diagnostik
Zur Abklärung stehen zur Verfügung:
- umfassende Hormon- und Antikörperdiagnostik
- Ultraschall der Schilddrüse, ggf. Szintigrafie
- CT/MRT bei Nebennierenveränderungen
- spezielle Funktionstests zur Abklärung hormonproduzierender Tumoren
- Feinnadelpunktion bei Schilddrüsenknoten